Die grosse Kammer hat am Donnerstag eine entsprechende Motion ihrer Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-N) mit 100 zu 67 Stimmen bei 17 Enthaltungen angenommen. Der Vorstoss geht nun an den Ständerat.
In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Mehrlingsschwangerschaften stark gestiegen, begründete Kommissionssprecherin Lilian Studer (EVP/AG) die Motion. Zwillingsschwangerschaften führten oft zu Komplikationen, die bis ins Erwachsenenalter Folgen haben könnten. Die Betreuung der Kinder mache den Eltern zudem mehr Arbeit.
Mit ihrem Begehren richtet sich die Mehrheit nach Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Die Schweiz gewähre heute lediglich nur den im ILO-Übereinkommen vorgesehenen minimalen Mutterschaftsurlaub, setze aber keine der weitergehenden Empfehlungen der ILO um.