(sda) Die Mitte will am Mittwoch alle bisherigen Bundesratsmitglieder wiederwählen. Und die beiden SP-Kandidaten für die Nachfolge von Alain Berset hält sie beide für wählbar, wie Mitte-Fraktionschef Philipp Matthias Bregy sagte.

Die Schweiz sei ein Land des Ausgleichs, der Stabilität und der Konkordanz, sagte Bregy vor der Vereinigten Bundesversammlung. Alle relevanten Kräfte sollten in der Regierung eingebunden sein, und Wahlen müssten Konsequenzen haben.

Weder vier Bundesratssitze für die Rechte noch drei für die Linke seien durch den bei den nationalen Wahlen im Herbst ausgedrückten Volkswillen durch die Sitzzahl in beiden Kammern gerechtfertigt, so Bregy. Die Mitte wolle aber keine amtierenden Mitglieder des Bundesrates abwählen.

Die Mitte-Fraktion erwarte von Bundesrätinnen und Bundesräten, dass sie in ihrem Amt Verantwortung für alle Menschen im Land übernähmen, sagte Bregy. Die Fraktion erwarte auch, dass die Regierungsmitglieder mit ihrer Macht sorgfältig umgehen und "nicht einfach einer simplen Macht-Logik" folgen würden.

Bregy und Mitte-Präsident Gerhard Pfister hatten am Dienstag festgehalten, die Mitte-Wählerschaft habe bei den Wahlen vom 22. Oktober der Partei den Auftrag gegeben, mittelfristig mehr Verantwortung zu übernehmen. Dies aber eben mittelfristig.