(sda) SP-Co-Fraktionschefin Samira Marti hat das Parlament gemahnt, sich an das Ticket der SP zu halten. Im ersten Wahlgang für die Nachfolge von SP-Bundesrat Alain Berset erhielt der nicht nominierte Zürcher Ständerat Daniel Jositsch mehr Stimmen als der nominierte Nationalrat Jon Pult, aber weniger als der ebenfalls nominierte Beat Jans.

"Ich bitte Sie, sich für Jans oder Pult zu entscheiden", sagte Marti am Mittwoch. Es gehöre zum guten Ton, sich an die informelle Regel des Bundesratstickets zu halten. Dieses trage massgeblich bei zur Stabilität und Konkordanz und das Funktionieren der Institutionen.

"Es verpflichtet zu gemeinsamen Lösungen in gegenseitigem Respekt", sagte die Co-Fraktionschefin. "Bitte entscheiden Sie sich für einen offiziellen Kandidaten und halten Sie sich an Ihre eigene Empfehlung." Jositsch selbst äusserte sich nicht zu den Stimmenzahlen im ersten Wahlgang.