(sda) Die "Südostschweiz" kommentiert die Wahl von Bundesrat Beat Jans online wie folgt:

"Die Wahl von Jans ist nicht zuletzt (...) eine Wahl für den Kanton Basel-Stadt, der seit einem halben Jahrhundert, seit dem Rücktritt des damaligen Bundesrates Hans-Peter Tschudi, nicht mehr in der Landesregierung vertreten ist. Mit Jans nimmt der urbane Einfluss in der Regierung zu - was die oft weltoffene Stadt Basel in der Regierung wird beisteuern können, wird uns der neugewählte Jans hoffentlich zeigen. Eines ist die Wahl von Beat Jans aber nicht: Es ist keine Richtungswahl, die einen Ruck in das wehleidig gewordene Land bringt. Der 59-Jährige wird keinen Umschwung anzetteln, er ist ein Konsenspolitiker, der einst den Bauern auf die Füsse getreten sein mag, seither aber gewandt die richtigen Wege nimmt und Rempler vermeidet - ganz offensichtlich. Das ist gut für die Stabilität der Schweiz, aber nicht automatisch für den Weg in die Zukunft, die ungewisser ist als auch schon. Nicht auszuschliessen, dass der unterlegene Jon Pult hier stärkere Impulse hätte geben können. Eine Mehrheit im National- und Ständerat sah das am Mittwochvormittag aber anders."