(sda) Der neu gewählte SP-Bundesrat Beat Jans zeigt sich offen für alle Departemente. Entscheiden werde der Bundesrat in den nächsten Tagen, und er werde nehmen, was man ihm zuteile, sagte Jans.

Bisher habe er zum Thema Departementswahl noch keine Gespräche mit den Bundesratsmitgliedern geführt, sagte Beat Jans am Mittwoch in Bern vor den Medien. Das werde in den nächsten Tagen geschehen.

Zum EU-Dossier sagte Jans, er sei zuversichtlich, dass es vorwärts gehe mit den Verhandlungen. Die Frage des Lohnschutzes müsse aber geklärt sein, damit das Paket mehrheitsfähig sei. Er wolle tun, was er könne, um die Sozialpartner zu einer Lösung zu bringen.

Jans zollte seinem Vorgänger Berset und dem, was dieser in der Pandemie geleistet habe, "grössten Respekt". Er wolle aber sich selber bleiben und seine eigenen Werte, die jenen Bersets sehr nahe seien, in den Bundesrat einbringen. Bei allen Geschäften wolle er sich in die Lage des Kindes in einfachen Verhältnissen versetzen, das er einst gewesen sei.

Die Stimmen für Daniel Jositsch hätten ihn nicht überrascht, sagte Jans. Er habe in Gesprächen mit Jositsch vor der Nominierung realisiert, dass es Jositsch nicht Bundesrat werden würde. Er sei ein ausgezeichneter Ständerat und spiele für das Land eine wichtige Rolle. "Wir werden Freunde bleiben."