(sda) Der "Tages-Anzeiger" kommentiert die Wahl von Bundesrat Beat Jans online wie folgt:

"Veränderung ist nie einfach, aber immer möglich - mit diesen Worten appellierte Grünen-Fraktionschefin Aline Trede an das Parlament, es möge den Mut haben, die Zauberformel zu verändern. Hier und jetzt. Ihr Appell verhallte im Nichts. Heute war in diesem Parlament keine Veränderung möglich. Der Angriff der Grünen auf den FDP-Sitz von Ignazio Cassis scheiterte kläglich. Stattdessen lief alles nach dem Plan der Bundesratsparteien (...). Alles in bester Ordnung also? Mitnichten. Die vergleichsweise schwachen Resultate mehrerer Regierungsmitglieder zeigen, dass viele Parlamentarierinnen und Parlamentarier mit der Machtverteilung zwischen den Parteien unzufrieden sind. Auch in den Bundesratsparteien ist nach den Parlamentswahlen im Oktober das Bewusstsein gewachsen, dass sich die bisherige Zauberformel mittelfristig kaum aufrechterhalten lässt. Zu uneindeutig sind die Kräfteverhältnisse und Sitzansprüche der Parteien. Zu gross auch der im Bundesrat nicht repräsentierte Teil des Stimmvolks. (...). Um diese verbreitete Unzufriedenheit dürfen sich die Fraktionen jetzt nicht mehr foutieren. Sie sollten so rasch wie möglich Konkordanzgespräche aufnehmen. Ziel muss es sein, alle relevanten Kräfte entsprechend ihrer Stärke einzubinden. (...)"