(sda) Die Grünliberalen wollen die Armeeausgaben erst bis 2035 auf ein Prozent des Bruttoinlandprodukts erhöhen - und nicht schon bis 2030. Einsparungen bei der internationalen Zusammenarbeit zugunsten der Armee lehnen sie ab.

Patrick Hässig (GLP/ZH) sagte namens seiner Fraktion, die längere Frist sei finanzpolitisch vertretbar und sicherheitspolitisch sicher nicht falsch.

Hässig äusserte in der Nationalratsdebatte zur Armeebotschaft am Mittwoch Zweifel daran, dass die grosse Kammer sich auf eine Gegenfinanzierung der von den anderen bürgerlichen Parteien gewünschten Erhöhung des Zahlungsrahmens für die Armee um 4 Milliarden Franken werde einigen können.

Der Zürcher Nationalrat forderte, den Schwerpunkt auf neue Gefahren wie Cyberangriffe und Desinformation und die Bedrohung durch Terroranschläge zu legen. Dort lägen künftig die grössten Bedrohungen.

Kürzungen bei der internationalen Zusammenarbeit erteilte Hässig eine Absage. Die Schweiz könne in krisengebeutelten Ländern zur Stabilität beitragen, was auch sie selbst sicherer mache. Hier zugunsten der Armee zu sparen, sei zynisch und kontraproduktiv.