Ich werde alles tun, Kollegialität, Konsensorientiertheit zu leben, einzubringen und auch zu verteidigen im Gremium", so Pfister weiter. Die erfolgreiche soziale und liberale Schweiz verdiene und benötige einen Bundesrat, der geeint und als Team die heute erforderliche Führungskraft entfalten könne.
Zur wahrscheinlichen Übernahme des Verteidigungsdepartements (VBS) hielt sich Pfister an der Medienkonferenz bedeckt: "Nein, ich lege ihnen kein weiterführendes Arbeitsprogramm dar, welches etwa das Verteidigungsdepartement in seiner Arbeit beträfe", sagte er. Er werde jedes Departement übernehmen, welches ihm durch das Kollegium zugeteilt werde. Natürlich habe er eine hohe Affinität zu sicherheitspolitischen Fragen - er sei Oberst der Schweizer Armee und Historiker.
In den Bereichen Sozialer Ausgleich, nachhaltige Sicherheitspolitik, dem Verhältnis zur Europäischen Union, betreffend ausgeglichener Finanzen, einer griffigen Klimapolitik oder einer fairen Asylpolitik, positioniere er sich klar, so Pfister weiter.
Er trete sein Amt in einer Zeit an, "die uns derzeit täglich neue, geopolitische Verwerfungen beschert", sagte der gewählte Bundesrat weiter. "Ich werde deshalb stets mit dem Blick auf eine Schweiz arbeiten, die ihren Wohlstand für kommende Generation bewahren, und gleichzeitig agil und innovativ sein muss, im Namen ihrer Souveränität und Unabhängigkeit".
Der Ruf nach einem geeinten Europa sei zudem aktueller denn je, und damit auch die Aufgabe für den Bundesrat, die Rolle für den Platz der Schweiz neu zu definieren und zu erläutern. Die Bevölkerung solle Vertrauen in den Bundesrat haben können, führte Pfister aus.