In seiner Motion verlangte Stefan Müller-Altermatt (Mitte/SO) landesweit vergleichbare Daten bei der Umsetzung der Uno-Kinderrechte. Dazu müssten kantonale Konzepte und Begriffe harmonisiert werden. Er bemängelte fehlende Grundlagen etwa bei der Gewalt gegen Kinder mit Behinderung oder über trans und nonbinäre Heranwachsende.
Unterstützung erhielt er von der Kommissionsmehrheit. Für diese sagte Estelle Revaz (SP/GE), die Schweiz habe Statistiken über Katzen und Hunde, aber nicht über das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen. Regina-Durrer-Knobel (Mitte/NW) lehnte die vom Ständerat zum Postulat abgeschwächte Version mit der Begründung ab, Berichte zum Thema gebe es genug.
Regine Sauter (FDP/ZH) wandte ein, eine solche Datensammlung sei ein komplexes Vorhaben, denn der Kinder- und Jugendschutz liege in der Kompetenz der Kantone. Auch Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider verwies auf die Kantonszuständigkeit. Zudem führte sie limitierte Ressourcen beim Bundesamt für Statistik ins Feld.