Mit 28 zu 11 Stimmen und mit einer Enthaltung beschloss die kleine Kammer am Dienstag in der Budgetdebatte die Kürzung. Die Mehrheit argumentierte, dass die Teuerung zurzeit sehr tief sei. Derzeit werde eine Jahresteuerung von 0,1 Prozent vorausgesagt, sagte Jakob Stark (SVP/TG), der Präsident der Finanzkommission.
Der vom Bundesrat veranschlagte Teuerungsausgleich von rund 34 Millionen Franken sei auf der Basis von 0,5 Prozent Teuerung ausgehandelt worden, hielt Eva Herzog dagegen und erinnerte an Restanzen beim Teuerungsausgleich in früheren Jahren. Das Personal müsse zudem schlechtere Arbeitsbedingungen hinnehmen.
Das Bundespersonalgesetz schreibe einen angemessenen Teuerungsausgleich vor, fügte Finanzministerin Karin Keller-Sutter hinzu. Ohne Teuerungsausgleich habe der Bund keinen Spielraum bei den Verhandlungen mit dem Personal. Der Anteil der Personalausgaben an den Gesamtausgaben des Bundes weise einen sinkenden Trend auf.