Der Vorstoss von Rémy Wyssmann (SVP/SO) fordert, ehemaligen Armeeangehörigen den Militärdienst wieder zu ermöglichen. Nun ist der Bundesrat am Zug, der eine Vorlage dazu ausarbeiten muss.
Seit Jahren warne die Armee davor, dass ihr das Personal ausgehe, begründete Wyssmann seinen Vorstoss. Über 11'000 Armeeangehörige pro Jahr schieden vor der Erfüllung ihrer Militärdienstpflicht aus. Deshalb müsse es motivierten ehemaligen Armeeangehörigen ermöglicht werden, ihre erworbenen Fertigkeiten weiterhin im Interesse des Landes zu nutzen.
Im Parlament war der Vorstoss unbestritten. Franziska Roth (SP/SO) gab jedoch zu bedenken, dass das Ja "kein Freipass sein sollte für eine Landwehr". Verteidigungsminister Martin Pfister versicherte ihr, nur dort Freiwillige einzusetzen, wo Bedarf bestehe, insbesondere bei Spezialfunktionen.
Der Bundesrat sei bereits an der Umsetzung der Motion, führte Pfister weiter aus. Durch die bestehenden Einschränkungen und Vorgaben bleibe mögliches Potenzial für die Schweizer Armee und somit die Sicherheit der Schweiz ungenutzt, schrieb er in seiner schriftlichen Stellungnahme zur Motion. Darüber hinaus werde mit der Einführung von freiwilligen Kräften die Milizarmee stärker in der Gesellschaft eingebunden und verankert.