Auf Einladung von Nationalratspräsident Stéphane Rossini weilte der Parlamentspräsident der Republik Albanien, Ilir Meta, vom 17. bis 19. März 2015 zu einem offiziellen Besuch in der Schweiz.
Ilir Meta ist seit September 2013 der albanische Parlamentspräsident. Das albanische Parlament, die so genannte Kuvendi, ist ein Einkammerparlament mit 140 Mitgliedern. Am stärksten darin vertreten sind – nach der Anzahl Sitze – die Sozialistische Partei, die Demokratische Partei und Sozialistische Bewegung für Integration, der Ilir Meta angehört.
Im Rahmen dieses Besuchs hatten Ilir Meta und seine Delegation Unterredungen mit Nationalratspräsident Stéphane Rossini und Ständeratspräsident Claude Hêche. Auch hatte die Delegation Gelegenheit, mit Yves Rossier, Staatssekretär des EDA, und Philippe Schwab, Generalsekretär der Bundesversammlung, Gespräche zu führen.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Albanien
Die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Albanien sind gut. Die Schweiz ist seit Anfang der 1990-er Jahre in Albanien sehr aktiv, handelt es sich bei Albanien doch um eines der Schwerpunktländer der Schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit. Der albanische Parlamentspräsident begrüsste die Mitwirkung der Schweiz im Friedensprozess auf dem Balkan, namentlich während und nach dem Kosovokrieg.
Ferner haben die Schweiz und Albanien mehrere bilaterale Abkommen unterzeichnet, darunter ein Abkommen über Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit im Jahr 1995, ein Abkommen über die polizeiliche Zusammenarbeit im Jahr 2005 und ein Landwirtschaftsabkommen im Jahr 2009. Zudem ist seit 2010 ein Freihandelsabkommen zwischen Albanien und den EFTA-Mitgliedstaaten in Kraft.
Der Handel zwischen der Schweiz und Albanien bleibt alles in allem aber recht bescheiden. Der Kulturaustausch zwischen diesen beiden Ländern ist hingegen rege: Er reicht von Sportveranstaltungen bis zu verschiedenen Kulturanlässen, so beispielswiese das Schweizer Festival Culturescapes, das in seiner Ausgabe von 2013 den Balkan zum Thema hatte.
Schliesslich wurde von beiden Parteien in den verschiedenen Gesprächen betont, dass sie die parlamentarischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern ausbauen möchten.