​Am 23. und 24. Juli 2019 fand in Bregenz (Österreich) das vierte jährliche Treffen der Parlamentspräsidentinnen und -präsidenten der deutschsprachigen Länder statt. Auf Einladung des österreichischen Nationalratspräsidenten, Wolfgang Sobotka, nahmen nebst Nationalratspräsidentin Marina Carobbio Guscetti (SP/TI) auch der Präsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble, der Präsident des Landtages des Fürstentums Liechtenstein, Albert Frick, der Präsident der Abgeordnetenkammer Luxemburgs, Fernand Etgen, sowie der Präsident des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Karl-Heinz Lambertz, an der Konferenz teil.

Das Treffen dient der Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse und trägt zur Stärkung der Beziehungen zwischen den sechs deutschsprachigen Ländern bei.

Die diesjährige Konferenz war dem Thema «Aktuelle Formen des Antisemitismus und Massnahmen zu seiner Bekämpfung» gewidmet. Die Zunahme antisemitischer Tendenzen und Vorfälle stellt europaweit eine Herausforderung für die Gesellschaft und die Politik dar. Im kleinen, persönlichen Rahmen haben sich die sechs Parlamentsvorsitzenden über aktuelle Herausforderungen und verschiedene Lösungsansätze ausgetauscht.

Impulsreferate zum Thema hielten Thomas Stern, der Koordinator der Antisemitismusstudie des österreichischen Parlaments, Monika Schwarz-Friesel vom Institut für Sprache und Kommunikation der Technischen Universität Berlin und Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus.

Das Rahmenprogramm der Konferenz umfasste ein gemeinsames Abendessen auf Einladung des Vorarlberger Landeshauptmanns Markus Wallner sowie den Besuch der Oper «Rigoletto» an den Bregenzer Festspielen.