2. Juni 1999

Eine wagemutige ‚Karawane‘ von 22 kirgisischen Intellektuellen und Künstlern kommt auf ihrem Weg durch den Iran, die Türkei und den Balkan für eine Woche auch in die Schweiz. Sie hatte sich kurz vor Weihnachten 1998 auf die alte Seidenstrasse begeben. Statt auf Kamelen reisen sie in einem Bus. Ihr Ziel ist es, im Westen das Bewusstsein zu stärken, dass es ein "neues Land" auf der Weltkarte gibt und über die Kulturen des Westens am Ende des Jahrtausends nach Kirgisistan zu berichten.

Diese kulturelle Austauschmission wird von Frau Nationalratspräsidentin Trix Heberlein empfangen. Frau Heberlein ist die Vorsitzende der Subkommission Ost der beratenden Kommission für Entwicklung und Zusammenarbeit.

Termin: Mittwoch, 2. Juni 1999, 14h30 bis 15h00, Parlamentsgebäude, Galerie des Alpes, Bern.
Die Gruppe beabsichtigt, der Parlamentspräsidentin eine Grussbotschaft zu überreichen und eine kurze Vorstellung klassischer kirgisischer Musik darzubieten.

Danach stehen Ihnen ihre Mitglieder, der Expeditionsleiter Osmon Satkeev, der Filmemacher Aliev Murat Abduvalievich, der Historiker Tunteev Nazarbek, Musiker und Musikerinnen der Musikakademie Bishkek und andere im informellen Gespräch Red und Antwort (DolmetscherInnen stehen Ihnen zur Verfügung). Sie informieren Sie gerne über Geschichte und Kultur dieser ‚Schweiz Zentralasiens‘. Übrigens wird am selben Tag die Jurte (traditionelles kirgisisches Zelt) mit einer Ausstellung am Casinoplatz in der Nähe des Hotels Bellevue in Bern aufgestellt.

Kirgisistan ist seit 1993 ein Schwerpunktland der schweizerischen Zusammenarbeit mit den GUS-Republiken. Kürzlich wurde das Land auf Einladung der DEZA von verschiedenen schweizerischen Medienschaffenden besucht. Mit ihrem Engagement für diese ‚Karawane‘ möchte die DEZA auch die kulturelle Begegnung Schweiz – Kirgisistan fördern.

Wir freuen uns, Sie zu diesem aussergewöhnlichen Treffen einzuladen.
Mit freundlichen Grüssen
Sektion Medien und Kommunikation
i.A. Reinhard Voegele
Kommunikationsbeauftragter Osteuropa


Für weitere Informationen über die Zusammenarbeit Schweiz – Kirgisistan: Reinhard Vögele Tel 031 322 44 10, über die Kulturmission: Benedikt Güntert, Tel. 031 322 34 88

 

Die Stationen der Kirgisistan-Karawane in der Schweiz

Die Karawane macht ab dem 30. Mai Station in Effretikon und Bern und verlässt die Schweiz am 6.Juni nach einem Besuch in Genf. Die Mitlieder der Karawane werden in den drei Städten von den Behörden begrüsst. Sie sind interessiert, Kontakten zu knüpfen. Die Kirgisen möchten verschiedenste Facetten der Schweiz kennenlernen und laden umgekehrt die Bevölkerung zu kulturellen Anlässen und Gesprächen in ihre Jurte ein, die sie in jeder Stadt auf öffentlichen Plätzen aufstellen.

 

Programm

Auf öffentlichen Plätzen der jeweiligen Städte wird die Jurte (traditionelles kirgisisches Zelt) aufgestellt, in welcher die Karawane die kirgisische Kultur mit traditionellen Kleidern, Jagd- und Alltagsgegenständen in einer Ausstellung präsentiert. Bei der Jurte wird mit einer Fotoausstellung das heutige Kirgisistan gezeigt. Vor der Jurte wird die 13-köpfige Folkloregruppe ‚Jibek Jolu‘ (Seidenstrasse) aufspielen und tanzen.

 

Bern, 28.05.1999 Parlamentsdienste