Im Jahr, in dem das Fürstentum Liechtenstein sein 300-jähriges Bestehen feiert, hat der Bundesrat Seine Durchlaucht Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein am 3. und 4. April 2019 zu einem Staatsbesuch in der Schweiz empfangen. Im Rahmen des Staatsbesuchs fand ein Treffen der Nationalratspräsidentin Marina Carobbio Guscetti (SP, TI) und des Ständeratspräsidenten Jean-René Fournier (CVP, VS) mit dem Präsidenten des Landtags des Fürstentums Liechtenstein, Albert Frick, und der Vizepräsidentin des Landtags, Gunilla Marxer-Kranz, statt.
Im Zentrum des Gesprächs stand die nachbarschaftliche Verbundenheit beider Länder, die 2019 das 100. Jubiläum ihrer politischen Beziehungen feiern können. Ausserdem tauschten sich die Vertreterinnen und Vertreter der beiden Parlamente über aktuelle Entwicklungen in Europa aus, insbesondere mit Blick auf den geplanten Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU, sowie über die Europapolitik der Schweiz und Liechtensteins. Hervorgehoben wurde, dass das Fürstentum Liechtenstein sowohl Teil des Schweizer Wirtschafts- und Währungsraums als auch seit bald 25 Jahren Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ist. Ebenfalls thematisiert wurden die Initiativen beider Länder zur Förderung des Frauenanteils im Parlament.
Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein sind durch ausgezeichnete Beziehungen und traditionell enge Kontakte freundschaftlich verbunden. Das hervorragende nachbarschaftliche Verhältnis zeichnet sich durch pragmatische Kooperation, starke wirtschaftliche Verflechtungen und eine hohe Besuchsfrequenz aus. Anlässlich seines Besuchs in Bern lud Landtagspräsident Albert Frick die Nationalratspräsidentin und den Ständeratspräsidenten zu einem Gegenbesuch nach Vaduz ein, um die freundnachbarlichen Kontakte zwischen Bundesversammlung und Landtag weiter zu vertiefen.