Mars Di Bartolomeo (Luxemburger Sozialistische Arbeiterpartei) ist seit 4. Dezember 2013 Präsident der Abgeordnetenkammer des Grossherzogtums Luxemburg. Von 2004 bis 2013 war er Minister für Gesundheit und soziale Sicherheit und vertrat die luxemburgische Regierung im Rat der Europäischen Union (informell auch EU-Ministerrat genannt). Die luxemburgische Abgeordnetenkammer umfasst 60 direkt gewählte Mitglieder.
Mars Di Bartolomeo und seine Delegation führten bei ihrem Besuch Gespräche mit Nationalratspräsident Stéphane Rossini und Ständeratspräsident Claude Hêche. Sie trafen zudem den Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern Alain Berset und Bundeskanzlerin Corina Casanova.
Bilaterale Beziehungen zwischen der Schweiz und Luxemburg
Die Schweiz und Luxemburg unterhalten exzellente bilaterale Beziehungen, wie bei den Gesprächen auch mehrfach betont wurde. Die beiden Länder weisen sowohl in wirtschaftlicher als auch in kultureller Hinsicht Gemeinsamkeiten auf: So verfügen beide über einen starken Finanzplatz und handelt es sich bei beiden um mehrsprachige Länder.
In den vergangenen Jahren fanden regelmässig bilaterale Treffen statt und die Parlamentspräsidenten freuten sich über die guten Beziehungen. Mars Di Bartolomeo hatte im Übrigen die beiden Schweizer Ratspräsidenten bereits an der Konferenz der Parlamentspräsidenten bei den Vereinten Nationen in New York vom 31. August bis zum 2. September 2015 getroffen.
Vorsitz im Rat der Europäischen Union
Natürlich stand bei den Gesprächen auch das Verhältnis der Schweiz zur EU im Mittelpunkt, dies umso mehr, als Luxemburg von Juli bis Dezember 2015 die EU-Ratspräsidentschaft innehat.
Die luxemburgische Delegation wollte von den Schweizern wissen, wie sie die Zukunft dieses Verhältnisses sehen, namentlich in Bezug auf die Freizügigkeit und die institutionellen Fragen.
Schweizer Vertreter werden im Übrigen diesen Herbst nach Luxemburg reisen, um an den dort stattfindenden Sitzungen der Konferenz der Ausschüsse für Gemeinschafts- und Europaangelegenheiten der nationalen Parlamente in der Europäischen Union (COSAC) teilzunehmen, in der die Schweiz Beobachterstatus hat.