Anlässlich seines Besuchs in der Schweiz vom 24. Januar 2002 traf sich Herr Adrian Severin, Präsident der parlamentarischen Versammlung der OSZE, zu Gesprächen mit Herrn Botschaftsrat Viorel Grecu, Frau Nationalrätin Barbara Haering (Präsidentin der Schweizer Delegation bei der parlamentarischen Versammlung der OSZE), Herrn Ständerat Hans-Rudolf Merz (Vizepräsident der Schweizer Delegation), Herrn Ständeratspräsident Anton Cottier sowie mit Herrn Minister Christian Meuwly (Politische Abteilung I, EDA).
Der Präsident der PV-OSZE und vormalige Aussenminister Rumäniens, Adrian Severin, hat am 24. Januar 2002 das Bundesparlament besucht. Er wurde empfangen von Ständeratspräsident Anton Cottier sowie von der Präsidentin und dem Vizepräsidenten der Delegation bei der PV-OSZE, Nationalrätin Barbara Haering und Ständerat Hans-Rudolf Merz.
Herr Severin hob bei den Gesprächen die transatlantische und eurasiatische Dimension der Organisation mit ihren 55 Mitgliedstaaten hervor. Seiner Meinung nach braucht die OSZE Russland, das in das gesamteuropäische Gefüge aufgenommen werden müsse. Im Weiteren wies er darauf hin, dass die USA sich zwar weiterhin im Unilateralismus übten, die amerikanischen Abgeordneten in der Parlamentarischen Versammlung der OSZE aber stets sehr präsent seien. Die OSZE betreibe eher eine «Moralpolitik» als eine «Realpolitik».
Er wünscht sich die OSZE als Haupt-, aber nicht als alleinige, Akteurin der europäischen Sicherheitsarchitektur. Für ihn ist die subregionale Zusammenarbeit von grosser Bedeutung und er dankte dem Bundesparlament, im Jahr 2003 zu diesem Thema eine Konferenz zu organisieren.
Herr Severin dankte Frau Haering für ihre Tätigkeit als Berichterstatterin des Wirtschaftsausschusses der Versammlung und begrüsste die Ausarbeitung einer «Verhaltenscharta auf dem Gebiet der KMU».
Anschliessend wurde Präsident Severin vom EDA-Vorsteher, Bundesrat Joseph Deiss, empfangen.