Ständeratspräsident Claude Hêche weilte am 17. und 18. September 2015 zu einem offiziellen Besuch in Paris. Auf dem Programm standen ein Treffen mit dem Präsidenten des französischen Senats, Gérard Larcher, sowie Gespräche mit Verantwortlichen der Internationalen Organisation der Frankophonie und der UNESCO. Zudem nahm Claude Hêche an den Festlichkeiten zum 30-Jahr-Jubiläum des Centre Culturel Suisse teil. Schliesslich unterhielt er sich mit Mitgliedern der Freundschaftsgruppe Frankreich–Schweiz des französischen Senats, darunter deren Präsident Cyril Pellevat, Senator der Haute-Savoie (Rhône-Alpes). Begleitet wurde der Ständeratspräsident von Raphaël Comte, Vizepräsident des Ständerats, und Bernardino Regazzoni, Schweizer Botschafter in Paris.
Ziel dieses Besuchs war es, die grenzüberschreitenden Beziehungen zu stärken und bei Themen, die für beide Länder von Interesse sind, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Die beiden Parlamentspräsidenten wiesen auf die hervorragenden Beziehungen zwischen den beiden Ländern und die rege grenzüberschreitende Zusammenarbeit hin. Senatspräsident Larcher zeigte sich etwas besorgt über die Auswirkungen der Abstimmung vom 9. Februar 2014. Hêche konnte die Gastgeber beruhigen, indem er betonte, wie wichtig die bilateralen Abkommen für die Schweiz und die Europäische Union seien. Es müsse eine Lösung gefunden werden, um weiterhin in allen Bereichen konstruktive Beziehungen unterhalten zu können. Bei diesem Treffen ebenfalls zugegen war der Präsident der Freundschaftsgruppe Frankreich–Schweiz des französischen Senats, Cyril Pellevat.
Danach traf sich Ständeratspräsident Claude Hêche zu einem Gespräch mit Monsignore Jacques Gaillot in der «Maison Mère des Spiritains». Er diskutierte mit dem französischen Prälaten unter anderem über aktuelle Themen wie die Flüchtlingskrise und die Problematik der «Sans-Papiers».
Die Schweizer Delegation wurde ausserdem von der ständigen Delegation der Schweiz bei der UNESCO empfangen. Botschafter Jean-Frédéric Jauslin erläuterte seinen Gästen zunächst die Aufgaben der Delegation. Danach begleitete er sie zum stellvertretenden UNESCO-Generaldirektor Getachew Engida. Auch bei dieser Aussprache standen aktuelle Themen im Vordergrund. Die UNESCO zeigte sich besorgt über die Zerstörung von Kulturgütern in Syrien und Irak. Deshalb müsse dringend ein Weg zur Befriedung der Region gefunden werden. Dieser führe auch über Bildung und Erziehung.
Die Schweizer Delegation traf sich überdies mit mehreren Verantwortlichen der Internationalen Organisation der Frankophonie und besuchte den Fernsehsender TV5 Monde.
Zum Abschluss des Besuchs nahm die Delegation an den Feierlichkeiten zum 30-Jahr-Jubiläum des Centre Culturel Suisse teil. Ständeratspräsident Claude Hêche kam in seiner Rede auf die aktuelle Flüchtlingskrise zu sprechen, die uns vor Augen führe, dass die Grenzen fragil seien. Auch hielt er fest, dass schon viele grosse Kunstschaffende aus dem Ausland ihrem Gaststaat zu Erfolg verholfen hätten.