Die UREK-S stimmt der Verlängerung und Wiederauffüllung des Fonds Landschaft Schweiz aufgrund der überzeugenden bisherigen Arbeit zu. Die Landschaft bleibt ein höchst schützenswertes Gut.

Der Fonds Landschaft Schweiz (FLS) war 1991 von der Bundesversammlung im Rahmen der 700-Jahr-Feier geschaffen worden, befristet auf die Dauer von 10 Jahren. Mit 50 Millionen Franken schuf der Fonds Werke zur Erhaltung und Pflege naturnaher Kulturlandschaften von bleibendem Wert. Aufgrund der positiven Beurteilung der bisherigen Projekte beschloss die UREK des Nationalrats 1997, das Wirken des FLS auch in Zukunft zu sichern. Mit einer Parlamentarischen Initiative verlangte sie die Verlängerung um 10 Jahre und die Wiederauffüllung des Fonds um weitere 50 Millionen Franken. Der Nationalrat stimmte dem Antrag im März 1999 mit 130 zu 32 Stimmen zu.

Die UREK-S stimmte den beiden Bundesbeschlüssen zu und anerkennt damit auch das wertvolle Wirken des FLS. Das Anreizsystem des Fonds fördert insbesondere die Bereitschaft zur Selbsthilfe regionaler und lokaler Institutionen. Die Hilfe ist unbürokratisch und bürgernah. Insbesondere in den Randregionen leistet der Fonds auch Beiträge zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen. So sind beispielsweise Alpställe renoviert worden, die sich jetzt hervorragend zur Tourismuswerbung eignen oder exponierte Wege, die das Abrutschen von Hangpartien verhindern.

Die Landschaft ist in der Schweiz ein einmaliges Gut, zu der Sorge zu tragen sich lohnt. Es ist das Kapital für alle Erholungssuchenden, für Artenvielfalt und für das Verständnis der Kulturen. Der Fonds versteht es, mit viel Fingerspitzengefühl und mit geringem Aufwand eine beachtliche Multiplikatorwirkung zu erzielen.

Die UREK-S tagte in Bern am 1. Juli 1999 unter dem Präsidium von Ständerat Renzo Respini (C/TI).

Bern, 02.07.1999    Parlamentsdienste