Wie an einer Pressekonferenz in Lugano heute mitgeteilt wird, ist die Vorbereitungsphase für die Frühjahrssession 2001 erfolgreich und gemäss Planung abgeschlossen worden. Nächste Woche wird die nötige Infrastruktur im Kongresszentrum aufgebaut.
Für die Durchführung dieser zweiten Session extra muros, welche von den Parlamentsdiensten zusammen mit dem Kanton Tessin und der Stadt Lugano organisiert wird, mussten insbesondere Probleme logistischer Natur sowie in den Bereichen Informatik und Telekommunikation gelöst werden.
Die Sitzungen der beiden Räte finden im Kongresszentrum statt, wo auch das Medienzentrum mit seinen 80 Arbeitsplätzen für die geschriebene Presse sowie die technische Ausrüstung und die Redaktionen der SRG untergebracht werden. Die Arbeitsplätze für die Ratspräsidien, die Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die Mitglieder des Bundesrates und die Parlamentsdienste befinden sich in der Villa Ciani, in unmittelbarer Nähe vom Kongresszentrum. Die Fraktionssitzungen werden in der Universität durchgeführt.
Im Vergleich zur parlamentarischen Session in Genf (Herbst 1993) fällt für die Organisation der Frühjahrssession 2001 in Lugano vor allem der Mehraufwand im Bereich Informatik und Telekommunikation auf. Die Parlamentsdienste bieten heute mit ihrem Internet-Auftritt (www.parlament.ch) eine wichtige Informationsquelle an, die auch während der Session in Lugano zur Verfügung stehen wird. Darüber hinaus können die Ratsdebatten im Kongresszentrum dank Ton- und Bildübertragung auch im Bundeshaus mitverfolgt werden. Zudem werden im Kongresszentrum 150 Telefonlinien und 100 Computer installiert.
Der Entscheid, die Frühjahrssession 2001 in Lugano durchzuführen, wurde von den beiden Räten in der Sommersession 1999 aufgrund einer Empfehlung von Ständerat Dick Marty (R, TI) getroffen. Die Ratsbüros sind überzeugt, die Ziele der Session in der italienischen Schweiz erreichen zu können, nämlich die Verständigung unter den verschiedenen Sprachgemeinschaften und das Verständnis für die Probleme der Minderheiten zu fördern.
Einerseits bietet das Rahmenprogramm den Ratsmitgliedern, den Medienschaffenden sowie dem Parlamentspersonal die Möglichkeit, der Realität der italienischen Schweiz näher zu kommen; andererseits wird die Bevölkerung - insbesondere die Schulklassen - zu den Sitzungen eingeladen. Die Ratsdebatten werden für das Publikum ins Italienische übersetzt.
Rund 500 Personen, darunter zirka 150 Journalistinnen und Journalisten, werden in Lugano erwartet. Die Zusatzkosten für die ganze Session belaufen sich für das Parlament auf knapp 2 Millionen Franken.
Bern, 22.02.2001 Parlamentsdienste