Nationalratspräsidentin Marina Carobbio (SP, TI) will mithilfe der neuen Parlamentswebseite «Politfrauen» Frauen ermutigen, sich in die Bundesversammlung wählen zu lassen. Am Dienstag, 11. Dezember 2018, um 17.00 Uhr wird sie die neue Seite in der Galerie des Alpes im Bundeshaus den Ratsmitgliedern und den Medien vorstellen.

Die Frauen sind in der Bundesversammlung deutlich in der Minderheit. Ihr Anteil könnte – vor allem im Ständerat – nach den Wahlen 2019 noch verringert. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, hat Marina Carobbio den Parlamentsdiensten den Auftrag erteilt, die Frauen auf der Website des Parlaments zu ermutigen, sich in der Politik zu engagieren.

So finden sich auf der Seite «Politfrauen» laufend neue Informationen, zum Beispiel zu den ersten Nationalrätinnen Gabrielle Nanchen (SP, VS) und Hanna Sahlfeld-Singer (SP, SG), zu alt Nationalrat Pierre Triponez (FDP, BE) und alt Nationalrätin Jaqueline Fehr (SP, ZH), die der Mutterschaftsversicherung zum Durchbruch verhalfen, sowie zur Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Ständerätin Liliane Maury Pasquier (SP, GE), die sich dafür einsetzt, dass die Parlamente Gewalt und Sexismus bekämpfen. Amtierende Ratsmitglieder schildern die aktuellen Diskussionen über die Lohngleichheit oder den Elternurlaub.

Neben Videointerviews und Originaldossiers enthält die Seite «Politfrauen» ausgewählte Inhalte des SRF-Archivs und Auszüge des Amtlichen Bulletins der Bundesversammlung. Aktionen und Anlässe, die im Bundeshaus organisiert werden, um die Begeisterung der Frauen für die Politik zu wecken und die Gleichstellung zu fördern, werden auch sichtbarer.

Marina Carobbio hat entschieden, ihre Präsidentschaft dem Thema «Frauen» zu widmen, weil es sich die Schweizer Demokratie schuldig sei, für eine ausgewogene Vertretung der gesamten Bevölkerung, also von Mann und Frau, zu sorgen. «Zur Schaffung einer gerechteren und verantwortungsvolleren Gesellschaft, die respektvoll mit Vielfalt umgeht, ist es unerlässlich, dass sich Frauen politisch engagieren und in den entsprechenden Institutionen vertreten sind.»