Das Büro will bei den Bezügen der Ratsmitglieder von der aktuellen Regelung mit zahlreichen Einzelentschädigungen zu einer Pauschalregelung wechseln. Damit soll das System vereinfacht und sollen Fehlanreize vermieden werden. Das neue System muss budgetneutral sein und soll den Ratsmitgliedern mehr Spielraum und Verantwortung bei der Wahrnehmung ihres Mandats geben.

​Das aktuelle Bezügesystem der Ratsmitglieder ist das Ergebnis von punktuellen Beschlüssen, die im Laufe der Jahre gefällt wurden. Es ist kompliziert, wird den Bedürfnissen der Ratsmitglieder kaum mehr gerecht und wird immer wieder kritisiert. Das Büro des Nationalrates hat deshalb beschlossen, eine parlamentarische Initiative (18.403) einzureichen, welche einen Wechsel zu einem Pauschalsystem vorschlägt. Ziel ist es, die Rechtsgrundlagen so anzupassen, dass anstelle der Vergütung einzelner Tätigkeiten ein Modell mit einer Pauschalentschädigung eingeführt werden kann. Mit einer Pauschale sollen alle Grundbedürfnisse der Ratsmitglieder abgedeckt werden. Die angestrebte Regelung soll auch die Melde- und Prüfverfahren vereinfachen sowie die berufliche Vorsorge und die steuerlichen Aspekte regeln.