Beim 49. Treffen des Gemischten Parlamentarischen EWR-Ausschusses steht unter anderem eine Aussprache mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments und Vertretern der Lenkungsgruppe an, welche nach dem Entscheid des britischen Stimmvolkes zum EU-Austritt des Vereinigten Königreichs (UK) ins Leben gerufen wurde. Die Mitglieder der EFTA/EU-Delegation werden sich im Gespräch mit MEP Elmar Brok (Fraktion der Europäischen Volkspartei), MEP Roberto Gualtieri (Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten), MEP Danuta Hübner (Fraktion der Europäischen Volkspartei) und MEP Philippe Lamberts (Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz) über die Rolle des Europäischen Parlaments bei den laufenden EU-Austrittsverhandlungen des UK informieren.
Im Weiteren werden sich die Mitglieder des Ausschusses mit der Europäischen Strategie der Energieunion befassen, namentlich mit deren Regulierungsrahmen sowie mit Gesetzentwürfen, welche im Rahmen des Pakets «Saubere Energie für alle Europäer» in den gesetzgeberischen Prozess eingeflossen sind. Konkret stehen eine Aussprache mit MEP Kaja Kallas (Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa) und MEP Hans-Olaf Henkel (Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer) über die geplante Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden auf dem Programm. In diesem Kontext soll auch der Vorschlag für eine Verordnung über das Governance-System der Energieunion besprochen werden, der auf eine Verbesserung der Transparenz in der Energiepolitik und der energiepolitischen Koordinierung zwischen den Mitgliedstaaten abzielt.
Der Gemischte Ausschuss des EWR vereint die ständige Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zur Schweiz, zu Norwegen, Island und zum EWR («SINEWR-Delegation») mit den ständigen parlamentarischen Delegationen der drei EWR/EFTA-Länder (Norwegen, Island und Liechtenstein). Obwohl die Schweiz dem EWR-Abkommen nicht beigetreten ist, verfügt sie im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss über einen Beobachterstatus und wird an den halbjährlich stattfindenden Treffen durch Mitglieder der parlamentarischen EFTA/EU-Delegation vertreten.
Unmittelbar vor dem 49. Treffen des Gemischten Parlamentarischen EWR-Ausschusses in Strassburg befasste sich der Rat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) zudem mit der Frage, wie das EWR-Abkommen, namentlich die Zusammenarbeit zwischen der EU und den EWR-EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein und Norwegen), funktioniert. Darüber hinaus führte der EWR-Rat eine Debatte über Massnahmen zur Entwicklung der europäischen Datenwirtschaft. Nationalrätin Kathy Riklin (CVP, ZH) sowie die Nationalräte Hans Egloff (SVP, ZH) und Hans-Peter Portmann (FDP, ZH) vertraten die EFTA/EU-Delegation an einer gemeinsamen Sitzung des EFTA-Parlamentarierkomitees mit dem EWR-Rat am 14. November in Brüssel.