Die Mitglieder des Parlamentarierkomitees der EFTA (Europäische Freihandelsassoziation mit Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz) trafen sich vom 24. bis 26. Juni an der  EFTA-Ministerkonferenz zu einer ordentlichen Sitzung in Sauðárkrókur (Island). Unter der Leitung von Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter (FDP, SG) erörterte das als beratendes Organ des EFTA-Ministerrates tätige parlamentarische Gremium den aktuellen Stand und die Perspektiven der Freihandelspolitik der EFTA-Staaten.

​Die Mitglieder des EFTA-Parlamentarierkomitees kamen an der EFTA-Ministerkonferenz im isländischen Sauðárkrókur zusammen, namentlich um sich über die aktuellen politischen Entwicklungen in den EFTA-Staaten zu informieren. In diesem Zusammenhang erkundigten sich die Vertreterinnen und Vertreter aus den EFTA-Partnerstaaten Island, Liechtenstein und Norwegen insbesondere nach dem Stand der Verhandlungen zwischen Bern und Brüssel über das institutionelle Rahmenabkommen, mit dem der EU-Marktzugang geregelt werden soll. Auch die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen unter den vier EFTA-Staaten waren Gegenstand der Gespräche des parlamentarischen Ausschusses.

An einer gemeinsamen Sitzung mit den Mitgliedern des EFTA-Ministerrates wurde über den aktuellen Stand und die Perspektiven der Freihandelspolitik der EFTA-Staaten gegenüber Nicht-EU-Staaten diskutiert. Im Mittelpunkt standen die laufenden Freihandelsverhandlungen mit Mercosur, Indien, Indonesien, Malaysia und Vietnam sowie die Weiterentwicklung der Freihandelsabkommen mit Mexiko, Kanada, Chile und SACU.

An diesem zweitägigen Treffen wurde zudem auch die nachhaltige Entwicklung im Zusammenhang mit Freihandelsverträgen eingehend erörtert. Ausserdem wurde über die Auswirkungen des geplanten EU-Austritts des Vereinigten Königreichs diskutiert. Die Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich basieren heute massgeblich auf den bilateralen Abkommen mit der EU. Diese werden nach dessen Austritt aus der EU nicht mehr auf das Verhältnis zwischen den beiden Ländern anwendbar sein.

Die Schweizer EFTA/EU-Delegation war an diesem Treffen des EFTA-Parlamentarierkomitees in Sauðárkrókur durch ihre Präsidentin, Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter (FDP, SG), ihren Vizepräsidenten, Nationalrat Eric Nussbaumer (SP, BL), Nationalrätin Kathy Riklin (CVP, ZH), die Nationalräte Thomas Aeschi (SVP, ZG), Hans Egloff (SVP, ZH) und Hans-Peter Portmann (FDP, ZH) sowie durch die Ständerate Didier Berberat (SP, NE) und Konrad Graber (CVP, LU) vertreten.