Bern (sda) Die Schweiz ist medikamentös gegen biologische Kriegsführung gewappnet. Die Antibiotikareserven gegen den Milzbrand-Bazillus Anthrax reichen für sechs Monate, und 6 Millionen Dosen Pockenimpfstoff sind vorhanden.

Dies erklärte der Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates (SIK), Boris Banga (SP/SO), am Dienstag nach einer Sitzung zu den Folgen der Terroranschläge vom 11. September in den USA. Es bestehe kein sofortiger Handlungsbedarf.

Die Vorbereitung gegen chemische und biologische Kriegsführung sei gut, sagte Banga. Die Ärzteschaft sei über Milzbrand informiert. Die Pocken gälten seit 1977 als ausgerottet. Nur noch in den USA und Russland würden Stämme gehalten. Der Impfstoff, der auch nach der Ansteckung wirke, sei in genügender Menge vorhanden. Die SIK sei nach ihrer Analyse der Bedrohungslage zum Schluss gekommen, dass der Nachrichtendienst gezielt ausgebaut werden sollte. Mehr Effizienz bedeute aber auch mehr Kontrolle, sagte Banga. Die Armee müsse nach dem 11. September nicht neu reformiert werden. Terrorismusbekämpfung sei nicht ihre Sache.

sda/ats 23.10.2001