Wie Präsident Maximilian Reimann (SVP/AG) vor den Medien ausführte, hat die APK am Donnerstag während einer Stunde mit Aussenminister Joseph Deiss, EDA-Staatssekretär Franz von Däniken und Informationschef Ruedi Christen diskutiert.
Koordinationsmängel zwischen Borer und dem EDA seien nicht auszuschliessen, sagte Reimann. Diese seien auf die nachösterliche Nichterreichbarkeit zurückzuführen.
Einig sei sich die Kommission im "Abscheu" vor einer Art Journalismus, die mit Anspielungen auf angebliche deutsche Videokamera-Aufnahmen und mit Andeutungen auf eine Erpressungsgeschichte gearbeitet habe, sagte Reimann. Es gehe aber nicht um eine Staatskrise.
Der Bundesrat habe mit der Rückberufung Borers nach Bern aus der Sicht der APK-Mehrheit ein Personalproblem vernünftig und richtig gelöst, sagte Reimann. Die Kommission hoffe, dass diese Art des Boulevard-Journalismus aus der Küche Ringier nicht Schule machen werde.
Auch Christiane Brunner (SP/GE), die vor ihrer seinerzeitigen Bundesratskandidatur auch einmal eine Schlammschlacht "wehrlos" über sich hatte ergehen lassen müssen, prangerte die Kampagne von "SonntagsBlick" und "Blick" an. Mit einer "montierten Affäre" sei eine Karriere zerstört worden.
Für die APK sei die Sache aber abgeschlossen, sagte Reimann. Bundesrat Deiss habe die Verantwortung für die Informationsführung des EDA übernommen. Empfehlungen seien keine abzugeben.
sda/ats 11.04.2002