Bern (sda) Eine Subkommission der Rechtskommission (RK) des Nationalrates verfeinert ihre Vorschläge zu einem neuen Namensrecht03.428. Erst im Frühjahr wird sie dem Plenum einen ausgearbeiteten Entwurf vorlegen können.

Wie Jean-Paul Glasson (FDP/FR) den Medien mitteilte, hat die Subkommission der RK am Freitag einen Zwischenbericht vorgelegt. Es seien noch mehrere Sitzungen nötig, bis eine Vorlage ins Kommissionsplenum komme. Anschliessend sei eine Vernehmlassung vorgesehen.

Laut einem Bericht der «NZZ am Sonntag» schlägt die Subkommission vor, dass Frauen und Männer ihre Familiennamen künftig nach der Heirat behalten und ihr Leben lang gleich heissen sollen. Den Familiennamen für ihre Kinder müssen die Eltern spätestens bei der Geburt des ersten Kindes wählen.

Glasson bestätigte den Bericht «in seinen grossen Zügen». Noch gebe es aber viele «Arbeitshypothesen». Ausgelöst wurde die Arbeit der RK durch eine vom Nationalrat gutgeheissene parlamentarische Initiative von Susanne Leutenegger Oberholzer (SP/BL), welche die Gleichstellung von Frau und Mann im Namensrecht verlangt.