Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi-Cortesi empfing am 16. Februar 2009 den erst seit Ende des letzten Jahres amtierenden neuen österreichischen Aussenminister Michael Spindelegger.
Die in einer freundschaftlichen Atmosphäre geführte Unterredung begann nach der kürzlich erfolgten Zustimmung des Schweizer Souveräns zur Weiterführung und Ausweitung der Personenfreizügigkeit auf Bulgarien und Rumänien mit europapolitischen Überlegungen. Spindelegger begrüsste das Schweizer Abstimmungsresultat ausdrücklich und erwähnte in diesem Zusammenhang seine erst gerade in Angriff genommene „Bürgertour“ quer durch sein Heimatland, um die Vorbehalte vieler Österreicherinnen und Österreicher gegenüber der EU besser kennen zu lernen und sie damit auch ernst zu nehmen.
Des Weiteren wurden die intensiven und überwiegend problemfreien bilateralen Beziehungen beider Staaten, insbesondere auf parlamentarischer Ebene, hervorgehoben. Beide Länder verfügen über institutionalisierte parlamentarische Delegationen, die auf das bilaterale Verhältnis fokusiert sind und sich der Pflege der Beziehungen widmen.
Ferner wurde während des rund einstündigen Gesprächs zwischen Nationalratspräsidentin Simoneschi-Cortesi und dem österreichischen Aussenminister das für beide Staaten gleichermassen bedeutende Thema der Alpen als Lebens- und Wirtschaftsraum mit seinen eigenen ökologischen, strukturellen und verkehrspolitischen Besonderheiten angesprochen.