Nationalratspräsidentin Christa Markwalder weilte vom 11. bis 12. April auf Einladung ihres kroatischen Amtskollegen in Zagreb. Während dieses zweitätigen Aufenthalts fanden ein offizielles Treffen und Arbeitsessen mit dem kroatischen Parlamentspräsidenten Željko Reiner statt. Nationalratspräsidentin Christa Markwalder absolvierte zudem Höflichkeitsbesuche bei Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarović, Premierminister Tihomir Orešković und Aussenminister Miro Kovač.
Bei diesen Treffen wurde u.a. die noch ausstehende Ausweitung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien angesprochen. Mit dem EU-Beitritt Kroatiens am 1. Juni 2013 wurden die bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU automatisch auf Kroatien ausgeweitet, mit Ausnahme des Freizügigkeitsabkommens (FZA). Bis zur Unterzeichnung des Protokolls III zum FZA für die Ausweitung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien gewährt der Bundesrat kroatischen Staatsangehörigen dieselben Kontingente, die sie bei einer Unterzeichnung eben genannten Protokolls erhalten hätten. Dies gilt, bis eine umfassende Lösung im Bereich der Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und der EU gefunden wird oder längstens bis und mit 9. Februar 2017.
Während der zweiten Wochenhälfte folgte Nationalratspräsidentin Christa Markwalder der Einladung ihres ungarischen Amtskollegen und weilte vom 13. bis 15. April zu offiziellen Gesprächen in Budapest. In dieser Zeitspanne bot sich Gelegenheit zu einem offiziellen Arbeitstreffen und -essen mit dem ungarischen Parlamentspräsidenten László Kövér sowie mit der Vorsitzenden der parlamentarischen Freundschaftsgruppe Ungarn-Schweiz, Katalin Csöbör, und weiteren Mitglieder der Freundschaftsgruppe. Nationalratspräsidentin Christa Markwalder absolvierte zudem einen Höflichkeitsbesuch beim ungarischen Staatspräsident János Áder, traf sich zu einem Arbeitsessen mit dem ungarischen Minister für Humanressourcen, Zoltán Balog, mit der Zuständigkeit für die Bereiche Gesundheit, Soziales, Jugend, Bildung, Kultur und Sport und unterhielt sich am Rande einer Pressekonferenz des weltgrössten Nahrungsmittelkonzerns und grössten Industrieunternehmen der Schweiz mit Wirtschaftsminister Mihály Varga.
Überdies befasste sich Nationalratspräsidentin Christa Markwalder auch mit Projekten im Rahmen der Umsetzung des Schweizer Erweiterungsbeitrags zugunsten der neuen EU-Mitgliedsländer. Ungarn gehört zu den Ländern, die im Rahmen des Schweizer Erweiterungsbeitrags Unterstützung erhalten. Es handelt sich um rund 131 Millionen Franken für die Fünfjahresperiode von Juni 2007 bis Juni 2012. Die Projektauszahlungen dauern bis 2017. Des Weiteren unternahm Nationalratspräsidentin Christa Markwalder einen Besuch bei einem Schweizer Unternehmen und führenden Hersteller von induktiven und photoelektrischen Sensoren und hielt auf Einladung des Zentrums für Demokratieforschung der Andrássy Universität Budapest sowie der Schweizerischen Botschaft in Ungarn einen Vortrag zum Thema „Die Schweiz und Europa".
Die Nationalratspräsidentin wurde von einer Delegation begleitet, die sich aus Nationalrat und erstem Vizepräsident Jürg Stahl (SVP/ZH), Nationalrätin Viola Amherd (CVP/VS), Nationalrat Balthasar Glättli (GP/ZH), Nationalrätin Tiana Angelina Moser (GLP/ZH), Nationalrat Philippe Nantermod (FDP. Die Liberalen /VS), Nationalrat Roger Nordmann (SP/VD) sowie Philippe Schwab, Generalsekretär der Bundesversammlung und Cédric Stucky, aussenpolitischer Berater zusammensetzte.