Der Besuch des georgischen Parlamentspräsidenten Irakli Kobachidse knüpfte an den Besuch der ehemaligen Nationalratspräsidentin Christa Markwalder (FDP, BE) in der georgischen Hauptstadt Tiflis im September 2016 an (siehe Link).
Nationalratspräsident Dominique de Buman und sein georgischer Amtskollege diskutierten namentlich über das Verhältnis und den Kontakt zwischen den beiden Ländern, deren wirtschaftliche Beziehungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Parlamente der beiden Länder unterhalten regelmässige und gute Beziehungen, und so bot das Treffen Gelegenheit, das Engagement der Schweiz zur Unterstützung wirtschaftlicher Reformen und zur Aufnahme des Kaukasusstaates in die europäischen und internationalen Strukturen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit in den Vordergrund zu rücken. Ein Engagement, das sich auch im Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen den EFTA-Staaten und Georgien niedergeschlagen hat, welches für die Schweiz 2018 in Kraft getreten ist.
Die georgische Delegation betonte, wie wichtig interparlamentarische Beziehungen sowohl auf bilateraler als auch auf multilateraler Ebene sind, und äusserte den Wunsch, den Austausch mit der Schweiz auf allen Ebenen auszubauen.
Der offizielle Besuch bot ausserdem Gelegenheit, sich über die Vermittlerrolle der Schweiz in den Beziehungen zu Russland und über ihr Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit mit der Kaukasusregion zu unterhalten. Ebenfalls zur Sprache kamen die Themen Bildung, Forschung und Innovation sowie die Friedensförderung, die ein zentrales Element des Schweizer Engagements im Südkaukasus ist.
Im Rahmen seines Aufenthalts in Bern wurde Parlamentspräsident Irakli Kobachidse nicht nur von Nationalratspräsident de Buman empfangen, sondern auch von Bundesrat Ignazio Cassis, Staatsekretärin Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretär Mauro Dell’Ambrogio und einer Delegation des Staatsekretariats für Migration.