Nationalratspräsident Dominique de Buman nahm in Rom an einer vom Schweizerischen Institut in Rom gemeinsam mit der Schweizerischen Botschaft in Italien organisierten internationalen Tagung teil, welche die Vergangenheit und die Zukunft der direkten Demokratie und namentlich deren Geschichte, Modelle und Herausforderungen im digitalen Zeitalter zum Thema hatte (italienischer Titel «La democrazia diretta tra passato e futuro. Storia, modelli e sfide della democrazia diretta nell’era digitale»). Die Veranstaltung bot zahlreichen Schweizer und italienischen Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik die Gelegenheit, über die direkte Demokratie und über die Herausforderungen zu diskutieren, mit denen diese im Zeitalter der digitalen Revolution und der neuen Medien konfrontiert ist.
Das Schweizerische Institut hatte die Rednerinnen und Redner eingeladen, sich nicht nur mit den Herausforderungen, sondern auch mit den Perspektiven der direkten Demokratie im digitalen Zeitalter zu befassen. Ebenfalls im Mittelpunkt standen die Auswirkungen der technologischen und digitalen Revolution auf die politische Kommunikation und Information sowie auf die demokratischen Prozesse und Instrumente.
Die Schweiz ist seit jeher Vorbild für die Befürworterinnen und Befürworter der direkten Demokratie. Doch in den letzten Jahren hat die Diskussion über die direkte Demokratie und deren Potenzial – insbesondere in Italien – wichtige neue Impulse erhalten: Dies zum einen durch die stärkere Vernetzung und durch die neuen Kanäle der politischen Kommunikation, zum anderen durch das Entstehen einer virtuellen Plattform, auf der sich die Bürgerinnen und Bürger intensiv und aktiv an den Diskussionen beteiligen können. Diese modernen Instrumente haben der in den letzten Jahrzehnten immer geringer werdenden politischen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wieder neues Leben eingehaucht.
Der Nationalratspräsident betonte in seinem Vortrag unter anderem die Bedeutung der Bildung und Ausbildung zu einem Zeitpunkt, an dem die Welt der Kommunikation durch die Verfügbarkeit unzähliger Informationskanäle und die damit verbundenen Gefahren, z. B. die Verbreitung von Falschinformationen, einen historischen Wandel erfährt.
Das Schweizerische Institut in Rom wurde 1947 dank der Unterstützung der Eidgenossenschaft gegründet. Es fördert den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch zwischen der Schweiz und Italien und wird dabei von zahlreichen institutionellen Partnern unterstützt, darunter das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und das Bundesamt für Kultur.