Die Reise der Nationalratspräsidentin war ein Gegenbesuch, nachdem der Präsident des mongolischen Parlaments, Gombojav Zandanshatar, im März 2019 in Begleitung einer parlamentarischen Delegation zu einem offiziellen Besuch in Bern gewesen war.
Am 24. und 25. Juni traf Marina Carobbio Guscetti in Ulaanbaatar den Parlamentspräsidenten und verschiedene weitere Parlamentsmitglieder sowie den Staatspräsidenten Chaltmaagiin Battulga und den Aussenminister Damdin Tsogtbaatar.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen das erfolgreiche Engagement der Schweiz in der Mongolei im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, die Überarbeitung des Doppelbesteuerungsabkommens und der Tourismus. Die Mongolei erneuerte zudem ihre Einladung an die Schweiz, in Ulaanbaatar eine Botschaft zu eröffnen. Am 25. Juni hielt die Nationalratspräsidentin anlässlich des Women Leadership Forum eine Rede zum Thema «Frauen in der Politik». Am Abend nahm sie an der Seite von Gombojav Zandanshatar an den Feierlichkeiten zum 55-jährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und der Mongolei im Aussenministerium teil.
Sie nutzte ihren Aufenthalt ausserdem, um verschiedene Projekte in der Hauptstadt und im Westen des Landes zu besuchen, die von der Schweiz, namentlich von der DEZA, finanziert werden. Es handelt sich dabei um Projekte in den Bereichen Schutz vor Luftverschmutzung, Bergbauindustrie, Gesundheit, Landwirtschaft, Bildung und Verwaltung in Ulaanbaatar und in den Provinzen Uvs und Khovd. Diese Besuche vor Ort boten der Nationalratspräsidentin auch die Gelegenheit, Vertreterinnen und Vertreter der lokalen Behörden zu treffen.
Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Mongolei nahmen ihre Anfänge in der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre, als die ersten Schweizer Unternehmen Handelsbeziehungen mit dem Land aufnahmen. Die Schweiz war die erste nicht sozialistische Handelspartnerin der Mongolei. Am 20. Mai 1964 erkannte die Schweiz die Volksrepublik Mongolei offiziell an. Als der Demokratisierungsprozess der Mongolei 1990 begann, intensivierten sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Angesichts der extrem harten Winter Ende der 1990er-Jahre bot die Schweiz humanitäre Hilfe an, die ab 2002 zur Entwicklungszusammenarbeit wurde.
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