Dass Länder und Regionen immer wieder von schweren Naturkatastrophen, verbunden mit vielen Todesopfern und schweren volkswirtschaftlichen Schäden, heimgesucht werden, ist eine Tatsache, an die wir uns - leider, muss man feststellen - gewöhnen mussten. Was allerdings solche Ereignisse bewirken können, wenn unglückliche naturgegebene Verknüpfungen ihrerseits mit einer hochentwickelten Wirtschaft und Gesellschaft in Verbindung treten, wurde bzw. wird uns in dieser kurzen Zeit zwischen dem Ende der zweiten und dem Beginn der dritten Sessionswoche in einer Art und Weise vor Augen geführt, die schockiert und uns zutiefst betroffen macht.

Prioritär sind jetzt unsere Gedanken und Empfindungen bei der japanischen Bevölkerung und ihren Behörden. Wir hoffen, dass sie bei der Bewältigung des unermesslichen menschlichen Leides und der gewaltigen materiellen Schäden die nötige Kraft - aber auch Hilfe, insbesondere auch im Sinne der Solidarität - haben werden.

Es ist klar, dass die Folgen, welche das Katastrophenereignis in Japan auf einige der dortigen Kernkraftanlagen hat, auch hierzulande Fragen aufwerfen, die zu gegebener Zeit - das heisst, wenn die Fakten auf dem Tisch liegen - zu diskutieren und zu beantworten sein werden. Anlass zu voreiligen Schlüssen, zu Angst oder gar zu Panik besteht jedoch aus heutiger Sicht nicht.