An ihrer Sitzung vom 29. Juni 2000 hat sich die WBK mit drei parlamentarischen Initiativen befasst, die alle die gleiche Zielrichtung haben: Der Bund soll möglichst rasch Massnahmen ergreifen, um dem akuten Mangel an Spezialisten in der Informatik und in den Hightechberufen entgegen zu treten. Die drei Initiativen (Simoneschi, Strahm, Theiler, 00.409 - 10 - 11) enthalten einen übereinstimmenden Kern: sie fordern gezielt Massnahmen im Bereich der Weiterbildung und der Umschulung (Umschulungslehrgänge für Berufsleute, für Wiedereinsteigerinnen etc.).
Dass ein Handlungsbedarf besteht, blieb in der Kommission unbestritten; begrüsst wurde ebenfalls die Konzentrierung auf eine Weiterbildungs- oder Umschulungsoffensive, weil damit auch der Tatsache Rechnung getragen wird, dass im Bereich der Grundschulung und der Berufsbildung (Schaffung von Lehrstellen etc.) bereits Vieles eingeleitet worden ist. Noch nicht einig werden konnte sich die Kommission über den Weg, der am raschesten und sichersten zum erhofften Ziel zu führen verspricht. Sie wird deshalb ihre Diskussion darüber am 30. August fortsetzen.
Ferner liess sich die Kommission von Staatssekretär Kleiber über den mit der sog. "Bologna Declaration" vom Juni 1999 eingeleiteten Prozess zur gesamteuropäischen Harmonisierung der Studiensysteme informieren und führte mit dem neuen Präsidenten des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierates (SWTR), Prof. Dr. Gottfried Schatz ein erstes Gespräch, in welchem auch die Möglichkeit regelmässigerer Kontakte erwogen wurde.
Die Kommission tagte am 29. Juni 2000 unter dem Vorsitz von Nationalrat Johannes Randegger (FDP/BS) und zeitweise im Beisein von Bundesrat Pascal Couchepin und Staatssekretär Charles Kleiber in Bern.
Bern, 03.07.2000 Parlamentsdienste