Das MICR in Genf hat die Aufgabe, das Interesse der Öffentlichkeit für die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und die humanitäre Arbeit zu wecken, deutlich zu machen, dass es ungeachtet des Ausmasses an menschlichem Leid immer möglich und sinnvoll ist, etwas zu dessen Linderung zu tun.
"Dass der einzigartigen humanitären Idee Henri Dunants und der weltumspannenden Rotkreuzbewegung eine solche Gedenkstätte, ein solches Dokumentationszentrum, ein solcher Kristallisationspunkt auch für die Oeffentlichkeit zur Verfügung steht, ist mehr als nur wünschens- und begrüssenswert - es ist notwendig"! Mit diesen Worten wurde bereits 1992 im Ständerat ein erstes finanzielles Engagement des Bundes für das sich damals in einem finanziellem Engpass befindende Museum begründet. Inzwischen hat das MICR seine Schulden abgetragen, dennoch ist es nicht in der Lage, seine wichtige Aufgabe ohne öffentliche Subventionen weiterzuführen. Die WBK ist überzeugt, dass die Schweiz ein unmittelbares Interesse daran hat, dass es dieses Museum gibt, und dass es möglichst vielen Besuchern jeden Alters, jeder Herkunft und jeder Nationalität seine humanitäre Botschaft vermitteln kann. Besonders angesprochen werden sollen die Schulen in der ganzen Schweiz. Die Kommission stimmt deshalb auch der vom Bundesrat beantragten leichten Erhöhung um 125 600 Franken auf jährlich 964 000 Franken zu, die es dem MICR ermöglichen soll, seine Aktivitäten weiter zu entwickeln. Dieser Beitrag des Bundes ist an die Bedingung geknüpft, dass auch der Kanton Genf sein entsprechendes finanzielles Engagement beibehält.
Die Beratung dieser Vorlage fand im Beisein von Bundesrat Joseph Deiss statt.
Schwerpunkt der zweitägigen Sitzung war die zweite Lesung der sog. Gen-Lex-Vorlage (00.008), die auf der Basis des von der WBK an Prof. Rainer Schweizer (Universität St. Gallen) in Auftrag gegebenen Entwurfes für ein eigentliches Gentechnikgesetz (GTG) vorgenommen wurde. Die Beratung soll am 30. April abgeschlossen werden. Anschliessend wird die Vorlage an einer Pressekonferenz vorgestellt werden.
Die Kommission tagte am 2./3. April 2001 unter dem Vorsitz von Ständerat Pierre-Alain Gentil (SP/JU) in Bern.
Bern, 04.04.2001 Parlamentsdienste