Die von Marcel Sandoz (FDP, VD) und Christos Folias (EPP-ED, Griechenland) angeführten Delegationen setzten sich intensiv mit der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in Europa auseinander und waren in vielen Punkten gleicher Ansicht, so bei asylpolitischen und arbeitsmarktlichen Fragen sowie in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Volkswirtschaften, das Subsidiaritätsprinzip und den Föderalismus.
Beiden Delegationen ist es ein Anliegen, dass die sieben bilateralen Abkommen vom 21. Juni 1999 auf den 1. Januar 2002 in Kraft gesetzt werden können. Eine rasche Ratifizierung durch die EU-Mitgliedstaaten des Abkommens über den freien Personenverkehr wäre im beidseitigen Interesse und gäbe den Arbeitskräften aller europäischen Länder Gelegenheit, vom ausgetrockneten Arbeitsmarkt der Schweiz zu profitieren. Es wurde mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass demnächst neue bilaterale Verhandlungen in den Bereichen Betrugsbekämpfung, verarbeitete Landwirtschaftserzeugnisse, Statistik und Umwelt aufgenommen werden. Die Sitzungsteilnehmer wünschten, dass möglichst rasch Mandate für weitere Verhandlungsthemen beschlossen werden.
Die Delegationen bedauerten den kürzlichen Tod eines portugiesischen Kleinkindes in Genf und forderten die zuständigen Behörden auf, die Umstände dieses tragischen Vorfalles rasch abzuklären.
Bern, 11.07.2001 Parlamentsdienste