Die bisher für die Landesausstellung bewilligten Verpflichtungskredite von 838 Millionen Franken werden nicht ausreichen, um die finanziellen Bedürfnisse der Expo.02 abzudecken. Es ist davon auszugehen, dass ein Zusatzkredit von rund 100 Millionen Franken von den eidgenössischen Räten bewilligt werden muss, um die Rechnung abzuschliessen; darin sind auch die dem Bund für Darlehen geschuldeten Zinsen, Mehrwertsteuerforderungen und Rückbaukosten enthalten. Der genaue Betrag des Zusatzkredits lässt sich noch nicht genau beziffern und hängt unter anderem von der Besucherzahl bis zum Ende der Landesausstellung ab.
Die Finanzdelegation hebt hervor, dass die Expo.02 die Betriebsausgaben im Griff hat, doch blieben die Einnahmen in den meisten Bereichen wesentlich unter den Erwartungen.
Einerseits freut sich die Finanzdelegation über den Erfolg der Expo.02 in der breiten Öffentlichkeit, anderseits ist sie enttäuscht über die schlechte Finanzlage.
Die Finanzdelegation hat vom Bundesrat verlangt, dass er den zu erwarteten weiteren Zusatzkredit umsichtig ermittelt. Die Finanzkommissionen haben im Rahmen des Voranschlags 2003 das entsprechende Kreditbegehren zu prüfen und dem Parlament Antrag zu stellen.
Die Finanzdelegation hat am 2. und 3. September 2002 unter der Leitung ihres Präsidenten, Pierre Paupe (C/JU), und in Anwesenheit von Bundesrat Pascal Couchepin, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements sowie der leitenden Organe der Expo.02 in Bern getagt.
Bern, 03.09.2002 Parlamentsdienste