Die neue Abstimmungsdatenbank will der Bevölkerung das Abstimmungsverhalten der Mitglieder des Nationalrats transparenter und einfach zugänglich machen. Im Hinblick auf die Nationalratswahlen vom 19. Oktober 2003 soll den Wählenden ein zusätzliches Instrument zur Entscheidfindung in die Hand gegeben werden. Gleichzeitig präsentiert sich die Website des Parlaments in neuer Form. Design und Technik entsprechen heutigen Internet-Standards - mehr Kompaktheit und Komfort, eine einfache und übersichtliche Struktur sollen für mehr Benutzerfreundlichkeit sorgen.

Wer hat wie gestimmt? - Die neue Abstimmungsdatenbank

Die Protokolle der namentlichen Abstimmungen im Nationalrat (der Ständerat kennt namentliche Abstimmungen nur in sehr seltenen Ausnahmefällen) sind öffentlich. Die Abstimmungsprotokolle sind bekanntlich bereits im Amtlichen Bulletin, den Wortprotokollen von National- und Ständerat, in Listenform einsehbar. Diese Daten sind nun neu in einer Datenbank aufbereitet worden und können nach verschiedenen Kriterien abgefragt werden. Dadurch lassen sich Profile von Ratsmitgliedern, Fraktionen und Kantonen erstellen. Im Sinn einer Beschränkung auf das Wesentliche enthält die Datenbank eine Auswahl wichtiger und umstrittener Geschäfte. Zusatzinformationen zu den Ratsmitgliedern und den Abstimmungsgeschäften runden das Angebot ab.

Die Website in neuer Aufmachung

Vier Jahre nach dem letzten Redesign entspricht nun auch die Website des Schweizer Parlaments mit dem neuen Design den heute üblichen Standards an Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit. Ein neues Softwareprogramm erlaubt zudem ein konsistenteres und rationelleres Bewirtschaften der Site. Trotz kontinuierlicher Zunahme kann der Inhalt ohne zusätzliches Personal betreut werden.

Einige Zahlen

Die Website umfasst rund 5'000 Seiten allgemeine Informationen rund ums Parlament in den drei Amtssprachen sowie in Englisch. Rund 200'000 Seiten Wortprotokolle (Amtliches Bulletin) sowie 100'000 Seiten über die Parlamentsgeschäfte (Geschäftsdatenbank Curia Vista) bieten höchstmögliche Transparenz über das Parlamentsgeschehen - die Arbeit von National- und Ständerat. Die Site verzeichnet täglich rund 5'500 Besucherinnen und Besucher, welche sich im Schnitt während ca. 40 Minuten auf der Site aufhalten.

Bern, 20.05.2003    Parlamentsdienste