Mit seiner Initiative (04.429) verlangte Nationalrat Levrat, dass dem Parlament der Entwurf zu einem Bundesgesetz über die Landessprachen und die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften, welcher im April 2004 vom Bundesrat abgelehnt worden war, dem Parlament vorgelegt werde. Dieses Anliegen hat inzwischen die breite Unterstützung beider zuständigen Kommissionen gefunden, was nun der WBK-N die Möglichkeit gibt, das Sprachengesetz selber an die Hand zu nehmen.
Zum Auftakt ihrer Arbeit führte die Kommission ein umfassendes Hearing mit Vertreterinnen und Vertretern der Kantone und mit Expertinnen und Experten durch. Die Kantone richteten einen Appell an das Parlament, diesem Gesetz, dem bisher ein so steiniger Weg beschieden war, endlich zum Durchbruch zu verhelfen. Die grosse Bedeutung dieser Vorlage wurde auch von den Experten unterstrichen; es gehe hier um weit mehr als um ein Subventionsgesetz". Es gehe auch darum, das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Landessprachen und für die Mehrsprachigkeit wach zu halten und zu stärken, was in der Aussage gipfelte: Ohne Mehrsprachigkeit keine Schweiz". Erläutert wurde zudem, dass die Kenntnisse mehrer Landessprachen durchaus auch einen reellen ökonomischen Wert darstellen können. Eine gesetzliche Verankerung der Förderung der Mehrsprachigkeit würde die sprachenpolitische Vorreiterrolle der Schweiz im internationalen Vergleich festigen. - Einen Schwerpunkt in der Diskussion bildete die geplante Institution zur Förderung der Mehrsprachigkeit, für die EDK ein entscheidender Kernpunkt der Vorlage, der aber in der WBK nicht unbestritten bleiben dürfte.
Das Thema Sprachengesetz wird am 8. September wieder zur Diskussion stehen.
Die überaus erfreulichen Meldungen über die Ergebnisse der 36 Schweizer Teilnehmenden an den 38. Berufsweltmeisterschaften in Helsinki - bekanntlich haben sie 5 Gold- 7 Silber- 6 Bronzemedaillen und 10 Diplome und damit den Sieg in der Nationenwertung errungen -haben die WBK veranlasst, eine kleine Delegation der Teilnehmenden einzuladen. Sie wollte aus erster Hand über Erlebnisse und Erfahrungen im Umfeld dieser Weltmeisterschaften informiert werden und ihr - stellvertretend für die ganze Equipe- ihre Anerkennung für diese grossartigen Leistungen aussprechen, die von allen Teilnehmenden ein enormes Mass an Vorbereitung und Einsatz erforderten
Die Kommission tagte am 23./24. Juni 2005 unter dem Vorsitz von Nationalrat Theophil Pfister in Bern.
Bern,
24.06.2005 Parlamentsdienste