Die Kommission hat in einem ersten Hearing folgende Personen angehört: Pascal Broulis, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) und Regierungspräsident des Kantons Waadt; Christian Wanner, Präsident der Finanzdirektorenkonferenz (FDK) und Vize-Landammann des Kantons Solothurn. In einem zweiten Hearing hat sie die Vertreter bzw. Vertreterinnen der «Geberkantone» angehört: Ursula Gut-Winterberger, Regierungsrätin des Kantons Zürich; David Hiler, Staatsrat des Kantons Genf, sowie Peter Hegglin, Regierungsrat des Kantons Zug.
Nachdem sich sämtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser umfassenden Anhörungen dezidiert für die Beibehaltung des Finanz- und Lastenausgleichsgesetzes (FiLag) ausgesprochen haben, wird die Kommission an ihrer Sitzung vom 2./3. Mai entscheiden, ob die vom Bundesrat unterbreitete Gesetzesrevision vollumfänglich und unverändert angenommen werden sollte. Sollten dennoch Änderungen beantragt werden, müsste darauf geachtet werden, dass allfällige Unstimmigkeiten, die dadurch in der Vorlage als Ganzes geschaffen werden könnten, mit entsprechenden Korrekturen ausgemerzt werden.
Die Kommission befasste sich im Weiteren mit der Datenqualität, dem Ressourcenpotenzial und der Wirkung des Gesetzes. Diesbezüglich wären nach Auffassung der Kommission noch gewisse Verbesserungen möglich. Schliesslich weist die Kommission darauf hin, dass es wichtig ist, die Solidarität sowohl zwischen Bund und Kantonen als auch zwischen Kantonen und Gemeinden bzw. Städten zu wahren.
Schliesslich kamen auch das Steuerdumping zur Sprache sowie die Auswirkungen des FiLag auf die Position, welche die Schweiz gegenüber der Europäischen Union in Steuerfragen vertritt.
Die Kommission hat am 28. und 29. März 2011 unter dem Vorsitz von Ständerat Pankraz Freitag (FDP, GL) und teils in Anwesenheit von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf in Bern getagt.
Bern, 29. März 2011 Parlamentsdienste