Nationalratspräsidentin Isabelle Moret (FDP, VD) und Ständeratspräsident Hans Stöckli (SP, BE) weilen am 14. und 15. Oktober 2020 in Genf, um sich dort mit dem internationalen Genf auszutauschen. Auf dem Programm stehen verschiedene Treffen, bei denen die Gaststaatpolitik der Schweiz, die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die internationalen Aktivitäten in Genf und die Rolle Genfs als internationales Zentrum der Digitalisierungsdebatte im Mittelpunkt stehen.

Die Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Tätigkeit der internationalen Organisationen stellen für das internationale Genf eine grosse Herausforderung dar. Auf dem Programm der Nationalratspräsidentin und des Ständeratspräsidenten stehen Treffen mit der Generaldirektorin des Büros der Vereinten Nationen (UNO) in Genf, Tatjana Walowaja, dem Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Peter Maurer, dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, dem Gründer des «World Economic Forum», Klaus Schwab, und dem Exekutivdirektor von «Geneva Internet Platform», Jovan Kurbalija, sowie ein Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Welthandelsorganisation. 

Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen die Aktivitäten und die Perspektiven der internationalen Organisationen und der multilateralen Diplomatie in Zeiten der Pandemie sowie die Massnahmen, welche die Schweiz als Gaststaat getroffen hat, um optimale Rahmenbedingungen für Genf als weltweit führendes Zentrum für internationale Gouvernanz zu schaffen. Weitere Diskussionspunkte sind humanitäre Angelegenheiten, Handels- und Gesundheitsfragen, die digitale Gouvernanz und die Rolle der Privatwirtschaft. Isabelle Moret und Hans Stöckli werden auch mit Botschafter Jürg Lauber zusammenkommen, der am 1. September 2020 seine Tätigkeit als Leiter der Ständigen Mission der Schweiz beim Büro der UNO und den anderen internationalen Organisationen in Genf aufgenommen hat. 

Mit den Massnahmen, welche der Bundesrat für die Jahre 2020 bis 2023 vorgesehen hat und für welche die eidgenössischen Räte 2019 einen Kredit gesprochen haben, soll die Rolle der Schweiz als Gaststaat nachhaltig gefestigt und ausgebaut werden.

Die Nationalratspräsidentin und der Ständeratspräsident werden ihren Besuch ausserdem nutzen, um sich über den Stand der Gesamtrenovation des Palais des Nations (Strategic Heritage Plan SHP) zu informieren. Mit diesem Renovations- und Bauvorhaben soll sichergestellt werden, dass das Palais des Nations dauerhaft als Standort internationaler Diskussionen genutzt werden kann.