Die Delegation hat sich an ihrer Sitzung der Vorbereitung des kommenden Frankofonie-Gipfels gewidmet. Traditionsgemäss gehören Mitglieder der Delegation, entsprechend ihrem Zuständigkeitsbereich in der APF, der Schweizer Delegation an diesem Gipfel an. Da jedoch erstmals nur Regierungsvertreterinnen und -vertreter zugelassen sind, wird der diesjährige Gipfel ohne Beteiligung der Delegation stattfinden.
Die Delegation hat sich im Weiteren mit der politischen Lage in Tunesien befasst. Sie ist besorgt darüber, dass es dort zu massiven Verletzungen der rechtsstaatlichen Grundsätze und der Grundrechte kommt. Die Delegation, die sich in der APF seit Jahren für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzt, ist zudem sehr beunruhigt über die Aussagen von Präsident Saied, welcher das Moratorium für Hinrichtungen in Tunesien beenden möchte. Eine Rückkehr zur Todesstrafe stünde im Widerspruch zu den Bemühungen der APF, den frankofonen Raum zum Motor für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe zu machen.
Die Delegation wird in diesem Zusammenhang den Bundespräsidenten, der die Schweiz am Frankofonie-Gipfel vertritt, ein weiteres Mal dazu aufrufen, gegenüber seinen Amtskolleginnen und ‑kollegen die Besorgnis der Delegation über die Lage in Tunesien zum Ausdruck zu bringen.
Ferner hat die Delegation eine Vertretung der Nichtregierungsorganisation «DiploFoundation» angehört, die im Auftrag des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) eine Studie über das Entstehen einer afrikanischen Aussenpolitik im Digitalisierungsbereich erstellt. Die Studie wird am Rande des Frankofonie-Gipfels, der am 19. und 20. November 2022 in Djerba stattfindet, diskutiert.