Unter der Leitung von Nationalrat Thomas Aeschi (SVP/ZG) werden sich Vertreter des EFTA-Parlamentarierkomitees mit Mitgliedern der Lok Sabha (Unterhaus), der Rajya Sabha (Oberhaus), Repräsentanten des Handels- und Wirtschaftsministerium und Branchenvertretern zentraler Wirtschaftszweige über eine Intensivierung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen unterhalten. Im Fokus der Gespräche steht eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein umfassendes „Trade and Economic Partnership Agreement“ der EFTA-Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz mit Indien.
Nach der Aufnahme der Verhandlungen über das Handels- und wirtschaftliche Partnerschaftsabkommen zwischen der EFTA und Indien im Jahr 2008 haben die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zusätzlich an Intensität gewonnen. Ein solches Abkommen soll neben dem Güterhandel (Industrie- und Agrarprodukte) auch etwa den Handel mit Dienstleistungen, Marktzugang für Investitionen, den Schutz des Geistigen Eigentums sowie das öffentliche Beschaffungswesen umfassen.
Die Schweiz ist der elfgrösste Investor in Indien. Schweizerische Unternehmen unterhalten über 220 Produktionsstätten, Vertriebszentralen und Forschungslabors in Indien und beschäftigen mehr als 100‘000 Direktangestellte. Auch als Absatzmarkt für indische Waren spielt die Schweiz eine zunehmend wichtige Rolle: Die indischen Exporte belaufen sich 2015 auf etwa 1.25 Mia. CHF, während sich die schweizerischen Exporte im letzten Jahr auf etwa 1.79 Mia. CHF steigern konnten.
Bern, 9. Februar 2016 Parlamentsdienste