Die Präsidentin der bulgarischen Nationalversammlung und der Präsident des Europäischen Parlaments laden gemeinsam zur Interparlamentarischen Konferenz über Stabilität, wirtschaftspolitische Koordinierung und Steuerung in der Europäischen Union ein, welche am 19. und 20. Februar 2018 in Brüssel stattfindet. Dabei kommen Abgeordnete aus dem Europäischen Parlament, den Parlamenten der EU-Mitgliedsstaaten sowie der EFTA/EWR-Länder zusammen, um über wirtschaftliche, haushaltspolitische und soziale Fragen zu diskutieren. Nationalrätin Kathy Riklin (CVP, ZH) nimmt als Vertreterin der Schweizer EFTA/EU-Delegation an diesem Treffen teil.

​Die Interparlamentarische Konferenz über Stabilität, wirtschaftspolitische Koordinierung und Steuerung in der Europäischen Union bietet eine Plattform für den Austausch von Informationen und bewährten Praktiken zur Umsetzung der Bestimmungen des Vertrages über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion (Fiskalvertrag). Sie findet stets im Rahmen der sogenannten Europäischen Parlamentarischen Woche statt und bietet den Konferenzteilnehmenden die Gelegenheit, die Inhalte und Ziele des Europäischen Semesters, das heisst des Zyklus der wirtschaftspolitischen Koordinierung, zu besprechen.

Das Europäische Semester umfasst jeweils Fragen in den drei Hauptbereichen Strukturreformen, Fiskalpolitik und Vermeidung übermässiger makroökonomischer Ungleichgewichte. Im Mittelpunkt dieser Semesterkonferenz stehen die EU-Steuerpolitik, die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, die Rolle der nationalen Parlamente im Rahmen eines Europäischen Währungsfonds sowie die Ausgestaltung des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens der EU.

Die Konferenzteilnehmenden werden sich namentlich mit den Möglichkeiten zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit und zur Stabilisierung der Wirtschafts- und Währungsunion auseinandersetzen. Als Redner werden sich unter anderem die Präsidentin der bulgarischen Nationalversammlung, Tsveta Karayancheva, der Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani, der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, und der neue Präsident der Euro-Gruppe, Mário Centeno, an die Teilnehmenden richten.