Bei beiden Ländern handelt es sich um bedeutende Partner der Schweiz und Schwerpunktländer der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit. Kolumbien ist der viertwichtigste Exportmarkt in Lateinamerika, Peru das wichtigste lateinamerikanische Importland für die Schweiz. Im Rahmen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) unterhält die Schweiz seit 2011 zwei separate, weitgefasste Freihandelsabkommen mit beiden Ländern.
Ein Ziel des Arbeitsbesuches der EFTA/EU-Delegation ist es, sich vor Ort ein Bild vom Umsetzungsstand der Freihandelsabkommen zu machen und Weiterentwicklungspotential zu identifizieren, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Schweiz weiter zu stärken. Gleichzeitig ist es der Delegation ein Anliegen, die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards zu fördern. In den verschiedenen Gesprächen vor Ort möchte die Delegation darauf hinwirken, die jeweiligen Abkommen zu modernisieren und insbesondere ein Kapitel über Handel und nachhaltige Entwicklung aufzunehmen.
Im Rahmen des hochrangigen Besuchsprogramms wird sich die EFTA/EU-Delegation zu Wochenbeginn in Bogotá mit dem kolumbianischen Handelsminister und weiteren Regierungs- und Parlamentsmitgliedern, sowie Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaftsverbänden, Unternehmen und der Zivilgesellschaft austauschen. Ausserdem besichtigt die Delegation verschiedene Projekte der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz zum Thema nachhaltiges Wassermanagement und Stadtentwicklung.
Am Mittwoch reist die Delegation weiter nach Peru, wo ebenfalls die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen im Zentrum des Besuchsprogramms stehen. Geplant sind verschiedene Treffen auf Ministerebene sowie mit weiteren Regierungs- und Parlamentsmitgliedern zu den Aussenwirtschaftsbeziehungen sowie zum Thema Nachhaltigkeit und Umwelt. Drüber hinaus wird sich die Delegation mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, der Schweizerischen Handelskammer und der Gemeinschaft der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer austauschen. Ebenso ist der Besuch eines Projekts der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Nachhaltigkeitsförderung geplant.
Die Schweizer EFTA/EU-Delegation wird durch ihren Präsidenten, Nationalrat Hans-Peter Portmann (FDP, ZH), Ständerat Didier Berberat (SP, NE), Nationalrätin Kathy Riklin (CVP, ZH) sowie Nationalrat Jean-François Rime (SVP, FR) vertreten sein.