Das offizielle Treffen im Parlament fand am Dienstag, 7. März 2023, statt. Es ist dies das erste Treffen von Parlamentspräsidenten aus der Schweiz und der Dominikanischen Republik, zwei Länder, die harmonische diplomatische Beziehungen pflegen. Alfredo Pacheco Osoria wurde von einer Delegation der dominikanischen Abgeordentenkammer begleitet. Der parlamentarische Besuch bot Gelegenheit, das Verständnis füreinander zu vertiefen. Dabei wurde – unter anderem – über die Schweizer Demokratie und die Umsetzung ihrer Grundsätze im Alltag der Bevölkerung und in der parlamentarischen Tätigkeit diskutiert.
Wirtschaftsbeziehungen
In den letzten Jahren haben sich die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit der Dominikanischen Republik intensiviert: Die Schweiz importierte 2022 Güter im Wert von 1 Milliarde Franken aus der Dominikanischen Republik, in erster Linie Edelsteine und Edelmetalle sowie Landwirtschaftsprodukte. Damit ist sie nach den Vereinigten Staaten und Haiti die drittwichtigste Exportpartnerin der Dominikanischen Republik. Die beiden Länder haben zudem bilaterale Luftverkehrs- und Investitionsschutzabkommen abgeschlossen.
Die Schweiz importiert insbesondere Gold aus der Dominikanischen Republik. Verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln, das für die Schweiz zunehmend an Bedeutung gewinnt, stand im Vordergrund der Diskussionen über die Wirtschaftsbeziehungen. Martin Candinas betonte, wie wichtig nachhaltige Entwicklung ist, und kam auf das Engagement der Schweiz für die Umsetzung – beispielsweise – der UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte zu sprechen.
Innenpolitik und internationaler Kontext
Die Herausforderungen, mit denen die Dominikanische Republik als stark auf den Tourismus ausgerichtetes Land derzeit konfrontiert ist, wurden ebenfalls thematisiert. So wurde über die Auswirkungen des Klimawandels, die Herausforderungen in der Energieversorgung, die innenpolitischen Prioritäten zur Bewältigung dieser Probleme sowie über die Folgen des Ukrainekrieges, der Inflation und der Covid-19-Pandemie diskutiert.
In den Gesprächen ging es auch um die Beziehungen zum Nachbarland Haiti. Die Schweiz unterstützt seit Ende der 1990er-Jahre Entwicklungsprojekte in Haiti, und ihre Strategie der internationalen Zusammenarbeit für Haiti ist langfristig ausgerichtet. Nach dem Erdbeben von 2010 und weiteren Naturkatastrophen (Wirbelstürmen) in den Jahren 2016 und 2017 hat die Schweiz ihr humanitäres Engagement im Land verstärkt.
Fotos des offiziellen Besuchs