Nationalratspräsident Martin Candinas (Mitte, GR) und Ständeratspräsidentin Brigitte Häberli-Koller (Mitte, TG) werden am Samstag, 6. Mai 2023, im Vatikan der Vereidigung der Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde beiwohnen. Ferner sind in Rom Arbeitsgespräche vorgesehen, unter anderem mit dem Präsidenten der italienischen Abgeordnetenkammer, Lorenzo Fontana.

Gemeinsam mit der Vizepräsidentin des Bundesrates, Viola Amherd, und Armeechef Thomas Süssli werden die Ständeratspräsidentin und der Nationalratspräsident der Vereidigung von 23 Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde beiwohnen, die in Erinnerung an die gefallenen Soldaten bei der Plünderung Roms im Jahre 1527 («Sacco di Roma») jeweils am 6. Mai jeden Jahres stattfindet. Ebenfalls auf dem Programm dieser Italienreise steht ein Besuch des Schweizerischen Instituts in Rom.

Die Vereidigung findet wenige Tage nach der Einweihung des neuen Sitzes der Schweizer Botschaft beim Heiligen Stuhl statt. Mit dieser ersten diplomatischen Vertretung der Schweiz beim Vatikan will der Bundesrat die soliden und historisch gewachsenen Beziehungen zum Vatikan stärken, wie EDA-Vorsteher Ignazio Cassis an der Einweihungszeremonie sagte.

Am Montag, 8. Mai 2023, wird Nationalratspräsident Martin Candinas in Rom von seinem italienischen Amtskollegen Lorenzo Fontana empfangen. Es handelt sich um das erste hochrangige parlamentarische Treffen seit den Parlamentswahlen in Italien vom September 2022. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen aktuelle bilaterale und internationale Themen sowie die Beziehungen zur Europäischen Union.

Das Treffen ist Ausdruck des beidseitigen Willens zu einem regelmässigen Kontakt auf parlamentarischer Ebene und knüpft an den offiziellen Bernbesuch des damaligen Präsidenten der Abgeordnetenkammer Roberto Fico und das Treffen in Rom mit der damaligen Senatspräsidentin Maria Elisabetta Alberti Casellati im Jahr 2022 an.

Martin Candinas wird in Rom begleitet von der Präsidentin und dem Vizepräsidenten der Delegation für die Beziehungen zum italienischen Parlament (Del-I), Nationalrätin Greta Gysin (Grüne, TI) und Ständerat Andrea Caroni (FDP, AR).

Weitere Programmpunkte des Besuchs sind Treffen mit dem Präsidenten der bilateralen Freundschaftsgruppe der italienischen Abgeordnetenkammer, Toni Ricciardi, und weiteren Mitgliedern der Abgeordnetenkammer und des Senats sowie ein Besuch der Ständigen Mission der Schweiz bei den Organisationen der Vereinten Nationen in Rom.

Die Zusammenarbeit und die Treffen zwischen den Parlamenten tragen zum institutionellen Dialog zwischen den beiden Ländern bei und sind ein wichtiger Kommunikationskanal auf bilateraler wie multilateraler Ebene.

Die Schweiz und Italien pflegen enge wirtschaftliche, politische, menschliche und kulturelle Kontakte. Italien ist der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz. Die italienischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in der Schweiz stellen die grösste Ausländergemeinde des Landes dar und nehmen eine wichtige Funktion in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern ein, indem sie u. a. dazu beitragen, die Bedeutung des Italienischen in der Schweiz zu festigen.