Nationalratspräsident Nussbaumer und Ständeratspräsidentin Herzog haben gemeinsam mit Bundespräsidentin Viola Amherd der Vereidigung von 34 Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde beigewohnt. Die Vereidigung findet in Gedenken an die Soldaten, die bei der Plünderung Roms («Sacco di Roma») im Jahr 1527 fielen, jedes Jahr am 6. Mai statt.
Die älteste Armee der Welt wurde am 22. Januar 1506 von Papst Julius II. gegründet und ist für den Schutz des Papstes sowie seiner Residenz zuständig. Unter der Leitung von Oberst Christoph Graf (LU) ist sie dafür zuständig, die Zugänge zum Vatikan und zum Apostolischen Palast zu kontrollieren, Ordnungs- und Repräsentationsdienste bei päpstlichen Zeremonien und Staatsempfängen zu leisten und das Kardinalskollegium während der Sedisvakanz zu schützen. Die Gardisten kommen aus allen Sprachregionen der Schweiz.
Teil des gemeinsamen Programms war zudem ein Besuch des Schweizerischen Instituts in Rom.
Dieses 1947 unter Beteiligung der Schweizer Eidgenossenschaft gegründete Institut fördert den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch zwischen der Schweiz und Italien und wird dabei von zahlreichen institutionellen Partnern unterstützt, darunter das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation und die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.
Im Rahmen ihres Rombesuchs haben der Nationalratspräsident und die Ständeratspräsidentin am Dienstag, 7. Mai 2024, an einem Arbeitstreffen zu den Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) teilgenommen. An diesem Treffen waren Mitglieder des italienischen Parlamentes, hochrangige Vertreter des italienischen Aussenministeriums und des diplomatischen Corps sowie aussenpolitische Experten anwesend. Die Teilnehmenden diskutierten darüber, wie wichtig es für die Schweiz und die EU ist, ihre Beziehungen nachhaltig zu festigen. Im Zusammenhang mit den laufenden Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU präsentierten Eric Nussbaumer und Eva Herzog den Teilnehmenden die wichtigsten Eckpunkte des Dossiers und der politischen Debatte in der Schweiz.
Italien ist nicht nur ein wichtiges EU-Mitglied, sondern auch der drittgrösste Handelspartner der Schweiz. Die beiden Länder pflegen intensive und vielfältige Beziehungen, die von einer langen Tradition der Freundschaft geprägt sind. Der Nationalratspräsident und die Ständeratspräsidentin nutzten die Gelegenheit, um sich mit den Anwesenden über die bilateralen Beziehungen auszutauschen. Zwischen den Parlamenten Italiens und der Schweiz besteht nämlich regelmässiger institutioneller Kontakt, der – wie dies in der Diskussion betont wurde – das Ausmass der wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien widerspiegle.