Der Gemischte Parlamentarische Ausschuss des EWR ist ein Forum, das sich aus Mitgliedern der Parlamente der EWR/EFTA-Staaten, namentlich Norwegen, Island und Liechtenstein, sowie aus Mitgliedern des Europäischen Parlaments zusammensetzt. Er trägt zu einem besseren Verständnis zwischen der EU und den EFTA-Staaten in den Bereichen des EWR-Abkommens von 1992 bei. Die Schweiz verfügt im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss des EWR über einen Beobachterstatus. Die Bundesversammlung wird durch die EFTA/EU-Delegation vertreten.
Gegenstand der Gespräche sind neben der Funktionsweise des EWR-Abkommens und der europäischen Verteidigungsindustrie auch die Wettbewerbsfähigkeit Europas. In diesem Zusammenhang werden auch die künftigen Prioritäten für die Zuschüsse des EWR und Norwegens besprochen, mit denen die sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten innerhalb des EWR verringert werden sollen. Ein weiterer Diskussionspunkt sind die jüngsten Entwicklungen in den Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. Geplant ist, dass die Schweizer Delegation den parlamentarischen Ausschuss diesbezüglich orientiert.
Die Schweiz ist Mitglied der EFTA, nicht aber des EWR. Der Beobachterstatus ermöglicht es der Schweizer Delegation, die Entwicklungen im EWR eng zu verfolgen und so an für die Schweiz wichtigen Debatten über aussen- und wirtschaftspolitische Fragen in Europa teilzunehmen.
Die EFTA/EU-Delegation wird an diesem Treffen durch ihren Präsidenten, Nationalrat Thomas Aeschi (SVP, ZG), ihren Vizepräsidenten, Ständerat Damian Müller (FDP, LU) sowie durch die Nationalräte Hans-Peter Portmann (FDP, ZH) und Nicolas Walder (Grüne, GE) vertreten.