Die Schweiz hat Pakistan unmittelbar nach der Staatsgründung 1947 anerkannt. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern wurden 1949 aufgenommen. Der Besuch von Ständeratspräsident Fournier fand daher auch aus Anlass der 70-jährigen Jubiläums der bilateralen Beziehungen statt.
In Islamabad standen Gespräche mit dem Armeechef General Qamar Javed Baiwa, mit Senatspräsident Muhammad Sadiq Sanjrani, mit dem Präsidenten der nationalen Versammlung Asad Qaiser und mit weiteren Mitglieder des nationalen Parlaments auf dem Programm.
Der Ständeratspräsident wurde ebenfalls von Staatschef Arif Alvi und von Premierminister Imran Khan zu Höflichkeitsbesuchen empfangen.
Anlässlich seines Aufenthaltes in Lahore, Hauptstadt der Provinz Punjab, traf Ständeratspräsident Fournier Gouverneur Chaudhry Muhammad Sarwar sowie der Präsident des Provinzparlaments Parvez Elahi zu Gesprächen.
Bei den Gesprächen mit dem Senatspräsidenten und weiteren Mitgliedern des Parlaments wurden die Wichtigkeit und die Vorteile der parlamentarischen Diplomatie hervorgehoben. Diese Art der Diplomatie ist ungezwungener und ermöglicht offene Diskussionen auch zu schwierigen Themen. Die Wirtschaftsbeziehungen und die positive wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre in Pakistan wurde ebenfalls thematisiert. Letztere ist auch ein Grund, weshalb die Aktivitäten der Entwicklungszusammenarbeit in Pakistan ab 2020 nicht fortgesetzt werden.
Die Schweiz gehört seit Jahren zu den wichtigsten ausländischen Direktinvestoren (2019 Platz 5) in Pakistan. Das jährliche Handelsvolume von mehr als einer halben Milliarde Franken wuchs in den letzten fünf Jahren um rund 40%. 21 Schweizer Unternehmen mit teils eigenen Produktionsstätten sind in Pakistan niedergelassen und beschäftigen etwa 15'000 Mitarbeitende.
Bei jedem Gespräch wurde auch der indisch-pakistanische Konflikt um die Kaschmir-Region thematisiert. Die Schweiz ist besonders besorgt um die Situation der Menschenrechte. Ständeratspräsident Fournier hat bei mehreren Gesprächen betont, dass der Rechtsstaat und das internationale Recht respektiert werden müssen. Die Schweiz wäre auch bereit, die Frage einer Mediation zu prüfen, sofern dies von allen involvierten Akteuren verlangt würde.
Zum Schluss der Reise hat Ständeratspräsident Jean-René Fournier den pakistanischen Senatspräsidenten zu einem Gegenbesuch in die Schweiz in Begleitung einer parlamentarischen Delegation eingeladen.
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